Das Problem mit dem Alkohol ist, daß Du ihn nicht umgehen kannst. Nicht nur jede Menge Medikamente, Süßigkeiten und Feinkostartikel sind damit "gewürzt", er ist in Kleinstmengen in so vielen Nahrungsmitteln als Geschmacksträger drin, daß er quasi unverzichtbar ist.
Gab erst neulich dazu einen Bericht im TV, ich glaube bei Galileo oder so.
In der Küche meines Elternhauses war der berühmte Schuß Rotwein nie im Essen drin. Daher kann ich auch gut drauf verzichten, ja ich mag Soßen, Fleisch und Kuchen damit noch nicht mal besonders. Aber jemand der von Kindheit an daran gewöhnt ist, wird nicht darauf verzichten wollen, weil er den Geschmack mag. Also wird er auch eher Alkohol trinken als so jemand wie ich.
Ich habe Freunde, die Alkohol trinken. Sie wissen, daß ich das nicht tue. Jeder akzeptiert die Meinung des anderen.
Es ist aber auch klar, daß derjenige, der noch Auto fahren muß, absolut nüchtern bleibt.
Unzufriedenheit, Frustration, Langeweile, Dummheit als "Einstiegsdrogen" zu bezeichnen, halte ich nicht für passend. Es sind oft (Mit-) Ursachen dafür, das ist richtig. Aber dagegen kann man von offizieller Seite aus wenig bis gar nichts tun, das kann nur jeder selber regeln.
Drogenkonsum aber kann man zumindest versuchen zu unterbinden.