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Thema: Ich habe niemanden - ich bin allein

  1. #1
    lonely21w
    Gast

    Standard Ich habe niemanden - ich bin allein

    Ich weiß nicht mehr weiter.
    Ich könnte einen Roman darüber schreiben. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.
    Den Anfang mach ich mal kurz: Ich hatte eine 2-jährige Beziehung, in der ich vieles falsch gemacht hab. Ich habe ihn betrogen, viel gemeckert und ständig schlechte Laune gehabt. Ich war mir so sicher, dass ich mein Leben mit ihm verbringen wollte. Ich war mir so sicher, dass er mich niemals verlassen würde. Ich habe ihn geliebt, und zwar abgöttisch. Nur richtig gezeigt habe ich es ihm irgendwie nie. Wahrscheinlich weil ich mir in meiner Sache so sicher war. Ich wurde immer misstrauischer und eifersüchtiger, wollte immer mehr zu Hause bleiben mit ihm allein, weil ich dann doch irgendwann Angst hatte, verlassen zu werden. Eines Abends habe ich aus heiterem Himmel mit ihm Schluss gemacht, weil ich nicht mehr weiter wusste. Er wollte rausgehen (Disco) und ich hätte mir gewünscht, er wäre bei mir geblieben, weil es mir nicht gut ging. Er ist trotzdem gegangen. Ich hab mich so allein gefühlt (Freunde hatte ich kaum) und habe ihm aus Wut und Enttäuschung Vorwürfe gemacht, weil er mich allein gelassen hatte. Daraufhin habe ich ihm gesagt, dass ich nicht mehr kann und Schluss mache. Wahrscheinlich war ich mir sicher, dass er kurz darauf vor meiner Tür stehen würde und mich in den Arm nimmt und mich bittet, ihn nicht zu verlassen. Ist aber nicht passiert.
    Ich habe weiter gehofft, dass er sich meldet und irgendwann hab ichs nicht mehr ausgehalten und ihm per SMS geschrieben, wie sehr er mir fehlt. Doch er wollte davon nichts mehr wissen. Er hatte meine Launen satt, sagt er. Er hatte es satt zu weinen. Er fing an sich ein schönes Leben zu machen mit Partys, Mädels und Co. Ich konnte nicht mehr, ich wollte ihn zurück um jeden Preis. Ich habe ihm geschrieben, ihn angerufen, ich habe sogar ein Schild an eine Autobahnbrücke gehängt, um ihm zu sagen wie sehr ich ihn geliebt habe. Ihn hat das alles nicht interessiert. Am Anfang schon, da hat er mich getröstet, doch hinterher war ihm alles egal. Das ging einige Monate so, ich wurde irgendwann wütender und enttäuschter und fing an ihm Vorwürfe zu machen, bis er mich bat ihn in Ruhe zu lassen. Ich konnte nicht mehr. Ich hab daran gedacht, mich umzubringen, und das nicht nur ein mal. Es hat ein ganzes Jahr gedauert, bis ich aufhörte zu weinen und mich zu verkriechen und darüber nachzudenken mich umzubringen. Ein ganzes Jahr.
    Dann habe ich durchs Internet jemand anderes kennengelernt. Er hat sich so verständlich gezeigt, es kam mir so vor, als wären wir Seelenverwandte wenn wir miteinander gechattet haben. Ich weiß was jetzt jeder denken mag, Beziehungen übers Internet und so... Aber glaubt es mir oder nicht, wir wurden nach anfänglichen Schwierigkeiten ein Paar. Am Anfang war es mehr eine Affäre, der Sex war wunderbar, und es wurde immer mehr draus, bis er fast nur noch bei mir wohnte und wir uns auch "öffentlich" als Paar zeigten. Ich war überglücklich. Ich glaube er war es auch, er hatte nämlich auch schon einige Enttäuschungen hinter sich. Die ersten Monate liefen super, wie gesagt wir haben es genossen miteinander zu schlafen. Dann kam wieder meine Laune. Ich hatte ständig schlechte Laune, warum auch immer. Ich habe ihm mehrmals gesagt dass es besser wäre wenn wir getrennte Wege gehen, obwohl ich das natürlich gar nicht wollte. Wahrscheinlich wollte ich nur hören, dass er mich liebt und so weiter. Es kamen gute Zeiten und es kamen schlechte. Die schlechte wurden immer mehr, wir schliefen immer weniger miteinander, ich entdeckte seine Leidenschaft für Internetpornos, fühlte mich gekränkt weil er mich deswegen andauernd belogen hat, hatte Zweifel an mir selber, dass ich ihm nicht genügen würde und solche Sachen. mein Selbstvertrauen war im Keller, und der Sex wurde weniger und weniger. Irgendwann haben wir darüber gesprochen und uns beide vorgenommen, uns zu bessern. Doch es wurde nicht besser. Ich übernahm die Initiative für den Sex, und andauernd war er entweder müde, oder musste früh raus, oder hat gar nicht reagiert. Ich wurde so frustriert (vor allem weil anfangs er derjenige war, der sich darüber beschwert hat, dass wir immer seltener miteinander schlafen würden), dass meine Laune immer schlechter wurde. Ich fühlte mich abgewiesen und oft allein gelassen. Ich fühlte mich allein, obwohl er immer bei mir war. Der Sex blieb aus. Es war ein Teufelskreis. Er sagte, er hätte seine Lust verloren, weil ich immer schlechte Laune hätte. Aber meine schlechte Laune kam daher, dass er nicht mehr mit mir schlafen wollte (und sich anstelle dessen immer noch mit seinen Internetpornos beschäftigt hat - heimlich). Eines Abends stritten wir uns wieder, weil er mir wieder einmal keine Aufmerksamkeit schenken wollte, er hatte keine Lust zu kuscheln, sondern lieber auf den Fernseher. Ich bin aufgestanden und gegangen, weil ich so frustriert war. In einer Diskussion am nächsten Tag sagte er plötzlich, es hätte keinen Sinn mehr mit uns. Wir hatten uns zwar oft gestritten, auch oft nicht mehr weitergewusst, aber ich hab ihn geliebt. Er hatte mir gesagt, dass er mich liebt und sein Leben mit mir verbringen will. Und jetzt sagt er, er kommt mit meiner Art nicht klar und es hätte einfach keinen Sinn mehr.
    Das war gestern.
    Und jetzt sitz ich hier, und merke auf einmal, dass ich niemanden habe, mit dem ich reden kann. Bisher haben ich immer mit ihm geredet, oder es in mich reingefressen. Mit meiner besten Freundin kann ich über sowas nicht reden, vielleicht ist sie ja auch gar nicht meine beste Freundin. Wir gehen lieber zusammen raus, als uns über Probleme zu unterhalten. Oder vielleicht wäre sie auch für mich da, aber ich möchte es einfach nicht. Ich bin es nicht gewohnt, über Probleme zu reden. Mit meinen Eltern verstehe ich mich nicht besonders, Freunde habe ich kaum. Ich habe bisher immer mit meinem Partner über Dinge geredet, aber jetzt bin ich auf einmal alleine und weiß nichts mehr mit mir anzufangen.
    Ich habe schon früher gemerkt, dass ich ein großes Problem damit habe, allein zu sein. Ich habe ständig Angst, allein gelassen zu werden und verletzt zu werden. Ich habe daher ständig schlechte Laune und lasse sie an anderen aus und werfe ihnen vor, mich alleine zu lassen.
    Und jetzt BIN ich alleine. Ich habe noch 3 Tage Urlaub und weiß nichts mit mir anzufangen. Ich vermisse ihn, doch ich glaube er wird sehr schnell darüber hinwegkommen. Ich weiß noch wie lange es bei meiner letzten Beziehung gedauert hat und wie sehr ich gelitten habe und wie sehr ich mich alleine gefühlt habe weil ich niemanden hatte der für mich da war.

    Ich habe einfach niemanden. Ich bin ganz allein und habe Angst. Ich wollte nicht verlassen werden. Ich wollte einfach glücklich sein und geliebt werden. Warum ist das so schwer? Bin ich es, die immer alles kaputt macht? Warum tu ich das? Warum bin ich so launisch? Warum muss ich mir immer selbst alles verderben? Warum bin ich allein?
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  2. #2
    Kaiserliche Hoheit
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    Standard

    Hallo lonely21w,

    zunächt hab ich lange überlegt ob ich überhaupt hier an dieser Stelle so öffentlich antworten soll, aber nun gut, da du ja bloß als Gast angemeldet bist lässt du mir ja keine andere Wahl.

    Das was ich da so gelesen habe kommt mir sehr bekannt vor.
    Ich habe eine bekannte der es ähnlich ergangen ist und dann kommt noch dazu, dass ich mehr oder weniger auch davor war / bin in so eine Richtung "abzurutschen".

    Was dir sicher niemand nehmen kann ist deine Angst. Die Angst musst du selbst überwinden.
    Aber was ich dir sagen kann:
    Du bist nicht alleine.
    Ja, ich weiß, das ist sehr leicht gesagt...
    wie oft ich selbst denke "du bist alleine & dich braucht hier niemand, also kannst du auch gehen" kann ich nicht mehr zählen.

    Dennoch: ich habe mal jemandem versprochen, nicht aufzugeben. Im schlimmsten Fall halt bloß weiter zu "funktionieren".

    Ich mag jetzt so öffentlich nicht weiter ins Detail gehen, da ich eigentlich zu den eher schüchternen Menschen gehöre, aber dennoch möchte ich dir anbieten, dir bei der Phase, in der du dich alleine fühlst, zu helfen. Diese durchzustehen.

    Warum?
    Weil ich selbst jemanden habe der mir dabei hilft und weiß wie wichtig das ist.

    Gruß,
    Modula

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  3. #3
    lonely21w
    Gast

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    Hmmm... hat leider nicht funktioniert...

  4. #4
    Kaiserliche Hoheit
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    Zitat Zitat von lonely21w
    Hmmm... hat leider nicht funktioniert...
    Kein Grund sich jetzt hängen zu lassen.
    Du kannst dich zum Beispiel hier im Forum regestrieren und dann die PM und E-Mailfunktionen des phpBB benutzen.

    Desweiteren bin ich auch in anderen Foren erreichbar.

    @Moderatoren:
    Tut mir leid wegen dem Regelverstoß, ich war mir nicht ganz sicher ob das in diesem Forum war wo ich das gelesen hatte - habe meinen Beitrag oben entsprechend editiert.
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  5. #5
    gelöschter User
    Gast

    Standard

    Ich weiss das hört sich jetzt nicht so passend an aber...
    Vergiss die Vergangenheit und schau in die Zukunft !

    Im internet gibt es viele nette leute mit denen du dich unterhalten kannst !
    Die bringen dich immer auf gute laune besonders wenn du z.b. ein headset hast kann ich dir ein paar sehr entte leute vorstellen die dich wieder auf die gute laune spur bringen ! Finde wieder den Kick Spass in deinem leben geh selbst auf party lerne nette leute kennen amüsier dich mal richtig ! tu was was dich auf gute gedanken bringt und dich nicht mehr in die vergangenheit hinabzieht !


    Gruß crAzywuLf

  6. #6
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    Aus eigener Erfahrung weiß ich, das crazywulfs Vorschlag nichts bringt.

    Aus meiner Sicht hast Du ein Problem mit Dir selber und das mußt Du lösen, bevor Du Dich in eine neue Beziehung stürzt. Solange Du nicht i Dir selber zur Ruhe kommst, wirst Du Dich in jeder neuen beziehung wieder festklammern und sie damit ersticken. Das ist jetzt garantiert kein Vorwurf! Aber zu einer Beziehung gehört auch Vertrauen. Vertrauen in Deinen Partner und vor allem auch Vertrauen in Dich selbst! Sonst wirst Du Deine Partner immer überfordern.

    Wenn Du (im Internet) jemanden findest, um mit ihm/ihr zu reden, viel und oft zu reden, dann wäre das eine sehr gute Möglichkeit. Nur kostet das zeit, das ist nicht nur ein Gespräch oder zwei. Das sind viele Abende, in denen es harte Arbeit zu leisten gibt. Arbeit, die DU an Dir leisten mußt! Und die weder einfach noch schmerzfrei sein wird!

    wenn Du niemanden findest, dann lautet mein Vorschlag, dass Du es mal mit einem Profi versuchst. Psychotherapeuten sind dazu da, zuzuhören. Sie reichen Dir die Hand auf dem Weg, den Du allerdings selber gehen mußt.
    Ich weiß nicht, wer oder was ich bin. Ich weiß nur, dass ich tue, was ich tun muß, nicht mehr und nicht weniger.

    Zitat aus "Gildenhaus Thendara", Dritter Teil, Ende 3. Kapitel

  7. #7
    Kaiserliche Hoheit
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    Zitat Zitat von Carolyn
    ...
    wenn Du niemanden findest, dann lautet mein Vorschlag, dass Du es mal mit einem Profi versuchst. Psychotherapeuten sind dazu da, zuzuhören. Sie reichen Dir die Hand auf dem Weg, den Du allerdings selber gehen mußt.
    Ich hab damals zunächst mit meinem Hausarzt gesprochen, dem ich sehr Vertraue, da er meinem Bruder das Leben gerettet hat...

    Der hat mich zunächst zum Neurologen verwiesen, dem ich dann wieder die ganze Sache erklärt hat.

    Bei ihm bin ich mit AntiDepressiva in Behandlung (das nix dramatisches heutzutage, anfangs nerven die Nebenwirkungen ein wenig, aber das legt sich) und habe den Rat bekommen einen Psychotherapeuten aufzusuchen.

    Alleine muss ich den Weg aber nicht gehen, denn ich habe (zwar übers Internet) gute Freunde, mit denen ich über diese Punkte reden kann und die mich dabei seelisch unterstützen.
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  8. #8
    Unregistriert
    Gast

    Unglücklich AW: Ich habe niemanden - ich bin allein

    Hallo Modula,
    ich war auch in so einer zietuation
    Habe mich dann auf eine Beziehung eingelassen, obwohl ich weis das dieser Mensch mich nicht so liebt. Er hatte eine lange Beziehung mit zwei Kinder, er hat diese Frau abgöttlich geliebt. Sie hat ihm verlassen. Naja durch ein dummen zufall habe ihm genengelernt und letzt endlich geheiratet. Trozt das ich verheiratet bin, fühle ich mich so allein, und ich dachte das sich das ändert. Ich war damals in einer 11 jährigen Beziehung dieser Mensch hat mich auf händen getragen ich bereuhe so das ich ihm damals verlassen habe.
    Du fragst dich warum ???
    Ja, weil ich dumm war sorry noch bin.
    Ich habe ihm verlassen weil er über 8 Jahre Arbeitslos war, ich hatte einfach Angst.
    Wenn ich könnte würde ich die zeit zurück drehen und alles anders machen.
    Mein jetziger Mann ist nicht so einfühlsam, ich habe ihn geheiratet











    Zitat Zitat von Modula Beitrag anzeigen
    Ich hab damals zunächst mit meinem Hausarzt gesprochen, dem ich sehr Vertraue, da er meinem Bruder das Leben gerettet hat...

    Der hat mich zunächst zum Neurologen verwiesen, dem ich dann wieder die ganze Sache erklärt hat.

    Bei ihm bin ich mit AntiDepressiva in Behandlung (das nix dramatisches heutzutage, anfangs nerven die Nebenwirkungen ein wenig, aber das legt sich) und habe den Rat bekommen einen Psychotherapeuten aufzusuchen.

    Alleine muss ich den Weg aber nicht gehen, denn ich habe (zwar übers Internet) gute Freunde, mit denen ich über diese Punkte reden kann und die mich dabei seelisch unterstützen.

  9. #9
    Sweet_Angel
    Gast

    Standard AW: Ich habe niemanden - ich bin allein

    @unregistiert dieser thread ist 4 jahre alt, ich denke nicht das modula oder andere noch nen rat benötigen

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