also,
Die Fahrt dauerte 19 Stunden und ging schneller vorbei, als es klingt.
Als ich ankam sind mir als erstes die lautstarken Insekten aufgefallen.
Sie müssen zu Tausenden in den Baumkronen gesessen haben.
Jedes für sich ist leise, aber alle zusammen nerven.
Ruhig wurden sie erst am Abend, morgens ging es dann immer wieder los.
Am Boden haben tagsüber nur die (dort ziemlich friedlichen) Bienen und nachts die (sehr agressiven) Mücken genervt.

Als erstes haben wir die fehlenden Zelte aufgebaut.
kuchi (Leiter von Reisemeise, unser Betreuer, Kuchi = Kuchenbecker) ist schon einen Tag früher angekommen und hat die meisten Zelte schon mal aufgebaut.
Kuchi und Dana waren unsere Betreuer.
Als die Zelte fertig waren und wir die Koffer reingestellt hatten, machten wir uns auf zum Strand.

Tja, da fing das erste Problem an: Orientierung. Kuchi zeigte einigen Leuten die Richtung in der der Strand lag, auch mir. Ich ging mit meinen zwei Mitbewohnern (und sehr guten Freunden von zuhause), Matze (Matthias) und Cris (Cristian), los. Matze ging voran. Er dachte wohl mal wieder der Beste zu sein (in Orientierung) und ging genau den falschen Weg. Ich habe aber genauso viel Schuld, denn ich hatte vergessen, dass ich ja weiss, wo der Strand liegt (eigentlich hab ich es zu Anfang einmal erwähnt, aber mir hört ja nie einer zu). So, irgendwann sahen wir dann ein "uscita" Schild und hofften, es sei was Gutes. Was wir damals noch nicht wussten: uscita=Ausgang. Und wir fanden den Hinterausgang. Immer noch im Glauben "uscita" hieße etwas Gutes gingen wir hinaus. Es war ein kleiner Pfad. Nach ein paar Minuten kamen wir dann an einer Kläranlage an (igitt).
Wieder zurück auf den Zeltplatzweg, liefen wir den Weg nicht zurück, sondern weiter.
Am Ende kamen wir wieder im Lager an, nach einem Riesen-Rundgang durch den Zeltplatz "le maze" (puh).

Zum Schluss kamen wir dann aber doch noch am Strand an. (wow) das war ein Strand! Im Gegensatz zu unseren sehr sauber, nicht zu viele aber auch nicht zu wenig Besucher.
Einen guten Platz hat man immer gefunden. Wir waren zuerst am Volleyballnetz und dann auf der Düne. Aber die Sonne (!), Das einzige mal, als sie nicht geschienen hat (für längere Zeit) war gegen Mitte für ein paar Stunden, das war aber schon gegen Abend. Uns ist nur aufgefallen, dass an dem Abend der Sonnenuntergang gefehlt hat. Der Strandsand war so heiß, dass man (wirklich!) nicht barfuß drauf laufen konnte! Höchstens rennen, und das hat auch ziemlich wehgetan. Das Wasser war sehr warm und viel zu salzig. Wegen dem Salz war ich nur einmal baden. Die Augen haben dir nach den ersten paar Spritzern wehgetan und von offenen Wunden will ich gar nicht erst reden! Aber die sind dafür verblüffend schnell geheilt.
Ein Freund dort hatte (von zuhause) eine Wunde am Knie mit etwa 4 cm Durchmesser. Nach etwa 2-3 Tagen konnte man deutlich (am Narbeeßngewebe) erkennen, dass sie um etwa 5mm kleiner geworden war. Ein wahrer Jungbrunnen!

Essen gab’s genug, aber nicht zu jeder Tageszeit. Es gab nur Frühstück (9.00-10.30), Festbar (15.00) und Abendbrot (19.00). Wer zu spät kam hatte Pech. Frühstück haben wir (Matze, Cris u. ich) hin und wieder verpasst. Meistens hat uns aber Cris' Magen gerade noch rechtzeitig geweckt (10.30), wir konnten dann doch noch was abstauben.
Einen Shop, eine Bar und ein (überteuertes) Pizzarestaurant gab es auch im Lager.

Wer aber richtig einkaufen wollte, konnte mit den Bus in die nächsten Städte fahren.
Auf der Strasse konnte man in beide Richtungen fahren. Auf der rechten Seite kam man in eine kleine Stadt, die man auch sehr gut vom Strand aus sehen konnte, sie war nicht weit weg. Dort soll man, laut Kuchi, gut einkaufen konnten. Wir waren aber nicht dort. Wir sind nach links gefahren, weil der Bus einmal die Stunde fuhr, er kam da halt günstig. Uns wurde gesagt, dass die Fahrt nach rechts 70ct kosten würde. Nach rechts bezahlten wir aber über 2€. Ich kann es nicht genau sagen, da wir alle unterschiedlich viel bezahlt hatten. Der Busfahrer hatte uns auf italienisch zugelabert, er konnte kein englisch, er meinte wohl, dass er kein Wechselgeld hätte. Das würde die komischen Preise erklären.

Blöde wie wir halt sind, sind wir eine Stadt zu früh ausgestiegen und landeten, anstatt in einer normalen Stadt, in einem Touristenort. Wegen dem teuren Bus sind wir dann den (ganzen weiten) weg zurück am Strand gelaufen(etwa 4 Stunden). Spaß gemacht hat’s aber trotzdem. Unser erster (selbst organisierter) Ausflug.

unser Tagesablauf war (im Durchschnitt) so:
erst aufwachen um etwa 6-9 Uhr----weiterschlafen
aufstehen um etwa 10.30 ----Frühstück verpasst (uff)
im Lager rumösen ----z.b. lesen oder Karten spielen
Festbar essen ----Mägen ohne Boden sag ich da nur
an den Strand gehen ----sonnen und baden
Abendbrot essen ----endlich was Warmes!
bei der Kinderfeier zuschauen ----wird später erklärt
zur Bar feiern gehen ----wir kannten einen Mitarbeiter(erkläre ich auch später)
An den Strand gehen ----saufen bis zum umkippen!
schlafen ---- ~schnarch~

Jetzt zu der Kinderfeier. Direkt neben unserem Lager war eine Bühne mit Musikanlage, auf der jeden Tag das gleiche lief.
morgens: Musik weckt dich auf
Festbar: Musik beim Essen
abends : Kindermusik (oh wie grausam)

Abends haben die Kinder zu Musik getanzt und gespielt. Da haben wir meistens zugeschaut. Einmal haben wir ein Spiel gespielt bei dem alle mitmachen konnten (Kinder wir, die jugendlichen, und Eltern).Dann kam noch ein Zauberer am letzten Abend. Der war aber billig (wieder was nur für Kinder).

Wir kannten sogar die Animationsleiterin (über diese "Beziehung" kam es zum Spiel für alle). Sie hatte noch eine Partnerin die mit ihr moderiert hat, die konnte aber nur italienisch (noch nicht einmal englisch). Wir haben den beiden am Ende bei der Herstellung von Requisiten geholfen, die sie für eine 70er-Jahre-Veranstaltung brauchten, die aber leider erst am Montag noch unserer Abreise stattfand. Irgendwann nach unserer Saison war sogar noch ein großes Fest, bei dem die Italiener den Sommer verabschiedeten, hat uns die Animationsleiterin gesagt, es sollte ein größeres Feuerwerk geben.

Jetzt zum Mitarbeiter. Wir haben ihn am Strand kennengelernt. tja...wie soll ich das sagen...das hättet ihr wohl nicht gedacht:
Er hat uns immer verwarnt, als wir am privaten Strandgebiet (von camp "le maze") Unruhe gestiftet haben.
ein berühmter Satz von ihm (er konnte kein deutsch):
"You can drink, you can smoke, you can fuck and you can make fire, but put it clean!"
Leider stimmte das doch nicht, die anderen Mitarbeiter haben uns immer weggeschickt. Aber er war nett!
Er hat uns Drinks spendiert, mit uns geredet, mit Remo was Hochprozentiges auf ex getrunken (man waren die beiden danach gut gelaunt!) Und uns (fast der ganzen Gruppe!) einmal Longdrinks (7€) für 3€ angeboten.Der Typ war wirklich cool!

So weiter zu Reisemeise. Jeder von uns durfte 2 Ausflüge machen. Wir durften wählen zwischen Rom, Pisa, Florenz und (hups fällt mir gerade nicht ein! IoI). wir haben uns alle (jeder durfte aber für sich auswählen) für Rom und Florenz entschieden. Kuchi ist also mit seinem VW-Buss (8 Plätze) dreimal die Woche mit jeweils 7 Personen losgefahren.
Rom war sehr schön! An jeder Ecke eine Sehenswürdigkeit (und ein paar Bettler). In Florenz konnte man gut einkaufen, besonders war auch das die Strassen sehr eng waren.

Na ja man sollte noch erwähnen, dass die sanitären Einrichtungen von "le maze" sehr gut waren. Für einen Campingplatz halt, nicht so wie in einem Hotel. Den Platz kann ich sehr empfehlen.

Tja und dann war da noch das Klauen. Zwei aus unserer Gruppe haben dort im Shop geklaut.
Gegen Ende ist das aufgeflogen. Sie mussten nur die Sachen des letzten Diebstahles zurückgeben (weil ja nur der bemerkt wurde). Kuchi hat davon nichts erfahren.

Die Abreise war auch ok. Zuerst war es total heiß im Bus. Als wir dann aber losgefahren sind und die Klimaanlage anging, haben wir gefroren. Das ging dann eine Weile so hin und her.(sie dauerte wieder 19 Stunden)

Und jetzt mal ein dickes Lob an Reisemeise (reisemeise.de und reisemeise.com)
Da werdet ihr um keinen Cent betrogen!

So ich mache hier Schluss, wenn euch was fehlt, dann sagt es.
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