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Thema: Flut

  1. #1
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    Standard Flut

    mich macht das so dermaßen zornig! zugegeben, es ist schlimm und tragisch was da passiert ist, und ich finde es auch toll wenn die welt hier mal zusammenhält, nur was mich so unglaublich verärgert ist, dass hier gespendet wird, noch und nöcher, jedoch blickt man nach afrika oder südamerika, wird hier denn geholfen? die kommen wie immer zu kurz. in 1 - 2 jahren, hat das elend dort, die 200.000 tote bei der flut schon wieder eingeholt.
    nur weil man auf jedem sender zig stunden am tag zum spenden für die flut aufgerufen wird, wird das gemacht. aber mal ehrlich: gaben die sendestationen vor der flut (sowie jetzt auch) auch nur einen winzigen bruchteil ihrer sendezeit dafür her, um die menschen aufzuklären wie es denen in der "3. welt" geht und für die um spenden zu bitten? nein! denn das bringt ja keine einschaltquoten! und nicht nur im tv, sondern an jeder straßenecke, auf jeder internetseite wird man für spenden dazu aufgerufen. aber sieht man soetwas, wenn es um die geographisch und politisch benachteiligten länder geht? nein!
    ich kann das einfach nicht verstehn wieso bei so etwas die welt zusammenhält, aber wenns um die 3. welt gehn, nicht. und nicht nur das, sie halten dann nicht nur nicht zusammen, nein, sie führen auch noch krieg.
    wirklich toll!

    mfg
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  2. #2
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    Wo Du recht hast, hast Du recht.
    Finde die Flut wirklich schrecklich und habe auch dafür etwas gespendet.
    Aber wie schon geschrieben, fehlt die Lobbie für die dritte Welt, wo jeden Tag Menschen an Hunger sterben, auch viele Kinder.
    Die sind allerdings nicht so Medienwirksam von den Sendern zu verkaufen.
    Zumal hat man sich an diesem Elend schon gewöhnt, leider !
    Die Forenregeln und Nutzungsbedingungen sind auch zum lesen da !!!


  3. #3
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    aber mal ehrlich: gaben die sendestationen vor der flut (sowie jetzt auch) auch nur einen winzigen bruchteil ihrer sendezeit dafür her, um die menschen aufzuklären wie es denen in der "3. welt" geht und für die um spenden zu bitten?
    Die Antwort lautet ganz klar: Ja! Ich habe den ganzen tag den Fernseher neben dem PC am Laufen... schaue meistens nicht hin, versäume aber auch kaum eine Neuigkeit. Es gibt und gab sehr viele Dokumentarfilme über das Elend in der 3. Welt. Machen wir uns nichts vor und fassen uns an die eigene Nase: Wer von uns hat wieviel in den letzten 5 Jahren für die 3. Welt gespendet? Dazu in der Realtion haben die TV-Anstalten extrem viel gezeigt. Es wird nur nicht bewusst wahrgenommen. Reportagen, Dokumentarfilme sind meist nichts, was einem so gleich ins Auge fällt. Aber es gibt sie und nicht wenig. Wie könnten so große Organisationen wie Unicef, World Vision usw. sonst ihre tätigkeit ausüben? Sie würden ein Schattendasein führen, keiner würde sie kennen, keiner würde spenden. Die Welle der Spenden jetzt ist gleichzusetzen mit der Flutwelle in Asien. Ein plötzlich eintretendes Ereignis von besonderem Ausmaß, angeglichen an die Situation. Auch hier muss es Nach-Wellen geben und es wird irgendwann wieder abebben. Aber etwas Wellengang bleibt immer bestehen und das ist auch gut so. Natürlich wären regelmäßige Flutwellen in Bezug auf die Spenden viel besser, aber das schaffen die Menschen nicht und ich finde das sowas von menschlich.....
    Gruß
    webbie

  4. #4
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    Zitat Zitat von webbie
    aber mal ehrlich: gaben die sendestationen vor der flut (sowie jetzt auch) auch nur einen winzigen bruchteil ihrer sendezeit dafür her, um die menschen aufzuklären wie es denen in der "3. welt" geht und für die um spenden zu bitten?
    Die Antwort lautet ganz klar: Ja!
    vergleich mal die gesendeten minute über die flutkatastophe mit den minuten die über die "3. welt und co." gesendet wurden in einem zeitraum von 1 jahr. du wirst ein verhältnis von ca. 1:20 rausbekommen. ich nehm meine aussagen ja nicht von irgendwo her...

    aber es geht ja nicht nur um die sendezeit im tv. schau dich mal um. wieso macht man an jeder straßenecke werbung über die flut; wieso macht man das nicht auch mit anderen themen?

  5. #5
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    Das ist ganz einfach. Wieviel Zeit benötigen die 3. Welt-Länder um soviele Tote zu produzieren, wie die Flut in 5 Stunden schaffte? Wenn Du diese 5 Stunden hochrechnest auf die von Dir genannte Zeit von 2 Jahren, dann wird die verheerende Wirkung erst richtig deutlich. Da ist es sicher nicht unangebracht auch entsprechend massiver zu spenden, zu berichten und zu helfen. Ich bin davon überzeugt, dass innerhalb von zwei Jahren ebenso viele Spenden für die Opfer der dritten Welt gesammelt werden, wie innerhalb von 5 Stunden bezogen auf die Flutkatastrophe. Und in dem Verhältnis muss man es einfach sehen.
    Natürlich hast Du Recht, wenn Du darauf hinweist, dass insgesamt viel zu wenig für die ärmsten der Armen getan wird und das Krieg und Vernichtung allgegenwärtig sind. Diese Misere wird angesichts des Kontrastes der überwältigenden Hilfe für die Flutopfer besonders deutlich. Wichtig ist diese Erkenntnis für jeden von uns. Noch wichtiger ist die Umsetzung der Spendenbereitschaft auf den Alltag, aber die wird nur wenigen von uns gelingen, nur wenigen wäre das überhaupt möglich.
    Zu sehr sind wir alle mit unseren eigenen Sorgen beschäftigt, zum Teil ja auch durchaus berechtigt. Zu oft weden wir blind für die Problem anderer. Da brauchen wir gar nicht nach Fernost oder nach Afrika schauen. Wieviele Nachbarn in Deutschland kennen sich nicht einmal...
    Dazu kommt noch der innere Schweinehund, der die Menschen dazu treibt mit dem Elend anderer Geschäfte zu machen. Gruß an die Rüstungsindustrie. Wieviel haben die überhaupt gespendet....?
    Die Fernsehsender, um nochmal auf den Ursprung zurückzukommen, verhalten sich dem Durchschnitt der Bevölkerung entsprechend angepasst. Und der Durchschnitt sind wir alle irgendwie.
    Gruß
    webbie
    webbie

  6. #6
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    Zitat Zitat von webbie
    Das ist ganz einfach. Wieviel Zeit benötigen die 3. Welt-Länder um soviele Tote zu produzieren, wie die Flut in 5 Stunden schaffte? Wenn Du diese 5 Stunden hochrechnest auf die von Dir genannte Zeit von 2 Jahren, dann wird die verheerende Wirkung erst richtig deutlich.
    ja, die von mir genannte zeit war 2 jahre, jedoch leben diese völker dort schon 100te am rande des todes, und noch immer hat man es nicht geschaffte eine funktionierende infrastruktur zu erschaffen. verstehst du was ich meine? wieso schafft man es für so etwas sofort so viele an spendengeldern einzuheben, noch dazu in so kurzer zeit, aber für diese STÄNDIG benachteiligten länder nicht?

  7. #7
    König(in)
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    Es ist doch müßig, darüber zu diskutieren, ob und wie man auf der Welt helfen sollte. Fakt ist, dass die Katastrophe in Fernost akut bedeutend schlimmer ist, weil so dramatisch viele Menschen binnen Stunden auf einmal betroffen wurden, weil es ein Ereignis war, was vorher keiner erahnt hat, weil es eine Schockwirkung hat. Das mindert nicht die Wichtigkeit den Schmerz und die Qualen aller anderer Menschen auch zu lindern, ganz sicher nicht, aber es erklärt, warum der Mensch darauf so extrem reagiert und auf dieses gewaltige Ereignis ebenso heftig mit Hilfe reagiert. Und diese Hilfe sollten wir als gut und wichtig empfinden und nicht kaputt reden. Wo Licht ist, gibt es immer auch Schatten.
    Gruß
    webbie

  8. #8
    Kaiser(in)
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    ich hab nie die auswirklungen der flut vermindert bzw. auch nicht gesagt dass so viel hilfe "nicht gut" ist. ich hab nur die frage in die welt gesetzt, wieso hier so rasch und gut geholfen werden kann, bei anderen problemen aber nicht (siehe mein vorletzten beitrag).

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