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Thema: Review: Call of Duty - Modern Warfare 3 (PC)

  1. #1
    Kaiserliche Hoheit
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    Standard Review: Call of Duty - Modern Warfare 3 (PC)


    • Entwickler: Infinity Ward
    • Publisher: Activision
    • Sprache: deutsch
    • Plattform: PC
    • ASIN: B0050MKWFG
    "Call of Duty - Wodern Warfare 3"

    rezensiert von
    Torsten Hinze



    Vorwort
    Die "Call of Duty"-Reihe ist für viele Ego-Shooter-Spieler ein treuer Begleiter durch die letzten Jahre gewesen und auch dieses Jahr kommt ein neuer Ableger
    dazu. Ob durch den 2007 eingeführten jährlichen Erscheinungszyklus die Qualität der Serie beeinträchtigt wird, wird seit damals heiß diskutiert. Besonders
    durch "Modern Warfare 2" splitterte sich die CoD-Community auf in Verfechter und Ablehner. Mittlerweile scheint diese kontroverse Phase vorbei zu sein und
    es spielen diejenigen MW3, denen die Art der Präsentation und der Spielmechanik liegt. Der Rest tanzt (glücklich) auf anderen Veranstaltungen.

    Nun ist also der neue CoD-Teil auf dem Markt und möchte seine Fans mit neuer Action-Kost verwöhnen. Ob ihm dies (aus meiner Sicht) gelingt, steht in den
    folgenden Zeilen.

    Singleplayer
    Mir stand zum Test die STEAM-Download-Version zur Verfügung, so dass auch diesmal ein STEAM-Account eine Voraussetzung für die Installation ist. Nach dem
    Download der ~3.5GB kann es also losgehen. Spielstart!

    Im neo-grün gehaltenen Trailer werden viele Verknüpfungen zu den Vorgängern (CoD 4 - MW2) aufgezeigt, so dass einem die vergessen geglaubten Erinnerungen an
    deren Story wieder im Kopf aufblitzen. Das erhöht dann schon ein wenig die Erwartungen.

    Anders als in den bisherigen Plots, tobt der Krieg diesmal direkt im Herzen der amerikanischen Nation. Die erste Mission wirft das Alterego somit mitten in
    die russische Invasion von New York. Aus amerikanischer Sicht ein Horrorszenario und für CoD:MW3 ein gelungener Einstieg, der deutlich macht, dass hier ein
    globaler Konflikt wütet. Die gesamte Singleplayer-Storie hat sehr interessante Aspekte und lässt auch die Backlinks zu den vorherigen CoD-Stories nicht vermissen.




    Die vielen Einsätzen erlebt man nicht als ein einzelner Charakter. Vielmehr schlüpft man mal in die Rolle eines Leibwächters des russischen Präsidenten, mal in
    die eines Mitglieds des britischen, amerikanischen und französischen Spezialeinheit usw. Dies bietet der Story mehr Möglichkeiten sich breiter zu entwickeln.
    Und dies tut sie ausgesprochen imposant. Wie erwartet wird in den Missionen ein Feuerwerk an Effekten und Ereignissen abgefackelt, dass die Wände nur so wackeln
    lässt. An sehr vielen Stellen vergisst man gelegentlich das Feuer zu erwidern, weil man sich noch ein wenig umsehen möchte, denn vielerorts wurde an Details nicht
    gespart.

    Neben den Effekten sind besonders die vielen Scriptsequenzen sehr sehenswert und lassen die Helden des Spiel öfter mal scheitern. Wie in den Vorgängern geht dies
    auch soweit, das unser Alter Ego am Ende des Kampfes ins Gras beißt. Motto: Krieg muss kein Happy End haben bzw. hat es meistens nicht.



    Die Spielmechanik ist wie gewohnt sehr eingängig und bietet vielfältige Bewegungsmöglichkeiten. Die Missionen selbst laufen aber wie gewohnt in Schlauchlevels ab.
    Auch die KI verhält sich CoD-typisch, nutzt aber auch Deckungen weitere Möglichkeiten, um den eigenen Vormarsch zu stoppen. Der berüchtigte Moorhuhn-Effekt kommt
    natürlich auch in MW3 an einigen Stellen auf, aber im großen Spektakel fällt dies nicht all zu sehr auf.

    Insgesamt ist der Singleplayer durchaus gelungen, wenn auch wieder relativ kurz geraten. Man spricht von ca. 6 Stunden Spielzeit, die man als geübter Schütze
    durchaus unterbieten kann. Außerdem entscheidet der SinglePlayer nicht über den Langzeitspaß. Diese Aufgabe fällt dem Mehrspielermodus zu.


    Technik
    Die Grafik ähnelt der von WM2 bzw. BlackOps, bietet noch mehr Beleuchtungs- und Partikeleffekte. Zudem präsentieren sich besonders die Stadt-Level, mit Blick auf
    die Details wie herumliegende Gegenstände usw., deutlich ansehnlicher als noch in MW2. Der Detailgrad der Umgebung ist etwas abhängig von der
    jeweiligen Mission, aber insgesamt sehr gut und glaubhaft. In einigen Umgebungen wirken die Texturen allerdings auch etwas verwaschen und die Gegenstände leicht kantig.
    An anderen Stellen ist das Setting und die Darstellung sehr realistisch. Hier leisten die Lichteffekte, wie Schattenwürfe, dynamische Lichtkegel usw. sehr gute Arbeit.

    In Verbindung mit den vielen Scripten und den satten Soundeffekten entsteht erneut das CoD-typische Mittendrin-Gefühl. Das hat mir sehr gefallen.

    Die KI agiert zwar cleverer als in den Vorgängern, aber sie punktet trotzdem nicht so wirklich. Dies ist in dem Missions-Design der CoD-Reihe allerdings auch nicht
    erforderlich. Zudem fällt dies im Effekt-Feuerwerk und der Geschwindigkeit der Feuergefechte nicht all zu sehr auf.
    Eine weitere CoD-typische Eigenart, nämlich die dauerhaft spawnenden Gegnerwellen, konnte ich in MW3 nur an ganz wenigen Stellen ausmachen. Somit scheint Infinity
    Ward diesen eher ärgerlichen Punkt in den Griff bekommen zu haben. Sehr gut.



    Insgesamt war mein Eindruck vom Singleplayer sehr positiv. Sicher gab es ein paar Szenen die absolut überzeichnet waren, aber der Action tat dies keinen Abbruch und
    ich habe mich stets gut unterhalten gefühlt. Die Grafik ist schick, auch wenn man ihr die Verwandschaft zu den älteren CoD-Teilen nun einigen orts deutlich ansieht.
    Dafür läuft MW3 auch auf älteren Rechnern flüssig. Dies ist in Anbetracht der deutlich höheren Hardware-Anforderungen des großen Konkurenten, absolut ein Vorteil.


    Multiplayer

    Der Multiplayer stellt seit jeher den Kernbereich von Call of Duty dar. Er muss die Features mitbringen, die die Mehrzahl der Käufer gefallen und die für eine lange
    Zeit motivieren das Spiel zu benutzen. In diesem Punkt war m. M. nach CoD:MW2 kein großer Wurf gelungen. Insbesondere durch die Einschnitte im Serverbereich und den
    Zwang über das (Peer-2-Peer) Matchmaking-System gehen zu müssen. Leider setzt auch MW3 auf dieses Matchmaking-System, welches mich als Clanspieler so gar nicht anspricht.
    Hier war die Art und Weise sich Spiele zu suchen in BlackOps deutlich besser gelöst. Allerdings muss ich anmerken, dass dieses Matchmaking-System auch seine Freunde
    auf dem PC gefunden hat.

    Unabhängig davon bietet MW3 viele Spielmodi, die vom einfachen (Team-) Deathmatch, über Sprengkommando und Hauptquartiert bis zu "Suchen & Zerstören" reichen. Inklusive
    einiger leicht abgewandelter Gametypes. Hier lies man sich offensichtlich von anderen Shootern inspirieren, was aber nicht zwingend negativ sein muss. Vorausgesetzt der
    Spieltyp funktioniert und macht den erhofften Spaß. Jeder Gametype hat außerdem seine Vor- & Nachteile, was traditionell dazu führt, dass einem bestimmte Modies mehr
    liegen als andere und natürlich auch, dass es relativ viele Server mit bestimmten (beliebten) Gametypes gibt. Aber das war ja schon seit CoD4 so der Fall.



    Ich fühlte mich in auf den Servern meißt etwas gehetzt, da der Spielverlauf sehr schnell ist und es hauptsächlich auf pfeilschnelle Reaktion ankommt. Eine große Zahl
    der älteren Semester unter den Shooter-Fans greifen nicht umsonst zum Konkurrenten. In MW3 gibt es keine Verschnaufpause, denn auch die Maps sind so ausgelegt, dass
    das Unheil von überall kommen kann. Permanente Feuerduelle (ähnlich denen in Brink) sind die Folge. Leider spricht mich das nicht so sehr an. Einzig mein ewiger Lieblings-
    Spieltyp "S&D" bringt hier etwas mehr Ruhe und strategische Vorgehensweise hinein.

    Bei den Waffen gibt es wieder eine Unmenge an verschiedenen Schießprügeln, die sich allesamt umfänglich aufrüsten lassen. Interessant ist hier der Umstand, dass man sich
    Perks und Erweiterungen (wie Griffstück, Magazinerweiterung, etc.) nicht mehr global für eine Waffengattung erspielt, sondern einzeln für jede Waffe. Das führt dazu, dass
    man mehr Zeit benötigt, um seine bevorzugten Waffen zu pimpen. Das gefällt mir, denn so hat man stets persönliche Ziele zu erreichen.

    Da mich der Multiplayer (seit MW2) nicht mehr so stark anspricht, habe ich in ihm auch keine Unmengen an Zeit verbracht. Ich bin mir aber sicher, dass er unzählige Spieler
    begeistern und fesseln wird, denn technisch bewegt er sich auf dem MW2-Niveau, welches auch schon vor 2 Jahren viele Spieler angesprochen hatte.
    Zum Glück ist der sehr beliebte Spec-Ops-Modus wieder dabei, in dem man 16 Missionen im Koop spielen kann. Als Steigerung dieses Prinzips gibt es noch den "Überleben"-Modus.
    Hier verteidigt man sich in Koop-Manier gegen immer stärkere Gegnerwellen. Zwischen den Angriffen kann man an Terminals sein Waffenarsenal verstärken und zwar mit dem Geld,
    welches man zuvor durch seine Abschüsse erarbeitet hat. Um sich nicht einseitig zu verstärken sind Kaufabsprachen besonders wichtig. Eine pfiffige und Adrenalin-fördernde Idee.


    Fazit
    Modern Warfare 3 ist ein Call of Duty, wie man es erwartet hat. Sein actiongeladener Singleplayer schafft durch unterschiedliche Charaktere und viele verschiedene Einsatz-
    gebiete eine packende Atmosphäre, mit einem futuristischen Plot. An einigen sehr überzogenen oder auch unglaubwürdigen Sequenzen sollte man sich dabei nicht stören. In den
    veranschlagten 6 Spielstunden wird man sehr gut unterhalten und teilweise auch ordentlich gefordert. Empfehlenswert.

    Für mich ist der Multiplayer sehr ähnlich dem vom MW2 und somit weniger interessant. Er bietet viele Spielmodies und auch durchdachte Elemente, die die Langzeitmotivation
    erhöhen. Allerdings würde ich es sehr begrüßen, wenn man sich an CoD4 und Black Ops ein Beispiel nehmen würde und die alt bewährten dedizierten Server inkl. gutem Serverbrowser
    wieder einführen würde. Das Macht-Making-System ist m.M. nur im Konsolenbereich wirklich hilfreich. Am PC nervt er einfach nur.

    Im Grunde kann man die Kaufentscheidung davon abhängig machen, wie einem Modern Warfare 2 gefallen hat. MW3 erfindet hier nichts neu, bietet im Multiplayer aber einige Updates
    und auch den neuen Überleben-Modus, so dass man für längere Zeit beschäftigt ist.

    Für treue Spieler der CoD-Reihe ist der aktuelle Ableger ohnehin ein Pflichtkauf und auch Gelegenheitsspieler finden in MW3 genügend Spielspaß.
    Torty

    EDIT:
    Link zum XBox360-Review: http://www.forum-hilfe.de/threads/52329-Review-Call-of-Duty-Modern-Warfare-3-(XBox360)
    Achtung: Dies ist ein alter Thread im HTML und Webmaster Forum
    Diese Diskussion ist älter als 90 Tage. Die darin enthaltenen Informationen sind möglicherweise nicht mehr aktuell. Erstelle bitte zu deiner Frage ein neues Thema im Forum !!!!!
    Geändert von Torty (18.12.2011 um 16:50 Uhr)
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  2. #2
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    Standard AW: Review: Call of Duty - Modern Warfare 3 (PC)

    XBox360-Review ist fertig und unter dem Beitrag verlinkt ...
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  3. #3
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    Standard AW: Review: Call of Duty - Modern Warfare 3 (PC)

    Jedes mal das selbe...Kriegsspiele öden doch nur noch an! Rollenspiele sind das Wahre! Spielt doch mal Skyrim

  4. #4
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    Standard AW: Review: Call of Duty - Modern Warfare 3 (PC)

    Schließe mich dem vorherigen Post an! Kriegsspiele sind echt nix besonderes!

  5. #5
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    Standard AW: Review: Call of Duty - Modern Warfare 3 (PC)

    Skyrim spiele ich auch (XBox) und das eine gefühlte Ewigkeit, aber der Speicherstand sagt: 90 Std. *g* und es ist kein Ende in Sicht
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