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Thema: Review: Call of Duty - Black Ops

  1. #1
    Kaiserliche Hoheit
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    Daumen hoch Review: Call of Duty - Black Ops



    • Entwickler: Treyarch
    • Publisher: Activision
    • Sprache: deutsch
    • Plattform: PC
    • ASIN: B003KZLV8C


    "Call of Duty - Black Ops"

    rezensiert von
    Torsten Hinze



    Vorwort
    Die "Call of Duty"-Reihe war schon immer ein Garant, für qualitative und rasante Ego-Shooter-Action. Wobei ich mich da eher auf den Zeitraum bis einschließlich CoD4 (wegen mir auch CoD5) beziehe. Die Teile ab ModernWarefare2 (MW2) waren dann schon stark vom Geschmack des Spielers abhängig.
    Mit "Black Ops" ist nun der siebte Teil erschienen und viele sind gespannt, ob Treyarch die Probleme die CoD6 hatte besser in den Griff bekommt. Aber ungeachtet der sicher vorhandenen Skepsis, fieberten ganz sicher viele diesem Titel entgegen. Zudem wurde mit dem Vietnamkrieg ein (für die CoD-Reihe) neues Szenario betreten.

    Eins vorweg: ich kann diesen Review unmöglich rein objektiv schreiben. Klar versuche ich eine unvoreingenommene Perspektive zu erhalten, aber ich weiß, dass mir dies nicht in Gänze gelingen wird. Allein schon weil ich "Call of Duty 4" noch immer für das Beste halte, was man im Bereich Ego-Shooter auch heute noch spielen kann.
    Am Ende müsst ihr versuchen euch ein eigenes Bild aus den Aussagen zu machen. Das liegt aber in der Natur der Sache.


    Singleplayer
    Nach der Installation die zwingend einen Steam-Account und eine Internetverbindung voraussetzt, kann es also losgehen.
    In BlackOps gibt es wieder nur ein Haupt-Alter-Ego, um den sich die Geschichte dreht. In ganz wenigen Missionen schlüpft man in die Rolle einer anderen Person. Die Art der Erzählung weicht dabei etwas von den genretypisch Mustern ab. Beginnt doch alles in einer Art Verhörsituation. Die Spielfigur ist auf einem Stuhl festgebunden und eine durchdringende Stimme will dass wir auspacken. Aber wir wissen - wie auch die Hauptfigur - nichts von der Vergangenheit. Die klärt sich dann langsam Stück für Stück weiter auf. Mit jeder Mission und den einhergehenden Erinnerungssequenzen, wird das Bild klarer und dunkler ...











    Die Einsätze sind chronologisch gestaffelt und decken langsam die Wirrungen auf, in die unsere Spielfigur verstrickt ist. Neben den eigentlichen Missionen, gibt es auch kleinere Erzählpassagen, in denen man z.B. auch an so ungewöhnliche Orte wie das Führungsbüro von Präsident J. F. Kennedy in seinem Atombunker gelangt.

    Trotzdem die Shooter-Stories sich all zu oft ähneln, schafft diese Art der Darbietung eine gute Spannung aufzubauen. Für mich ist es ein sehr interessanter Ansatz.

    Unabhängig davon ist BlackOps natürlich wieder einen reinrassiger Shooter. Hier bekommt man was man erwartet: Action satt. Und wie andere Shooter auch, gibt es hier und da auch Schwachstellen. In diesem Fall ist es der etwas durchwachsene Schwierigkeitsgrad, der durch teilweise arg weit auseinander liegende Speicherpunkte schon mal den Frustfaktor erhöhen kann.
    Viel störender sind die gelegentlichen Moorhuhn-Abschnitte. Dumpfes Geballer auf hirnlos anstürmende Gegnerhorden. Warum die Hersteller auf solche Passagen nicht einfach verzichten, ist mir seit CoD2 nicht wirklich klar.

    Insgesamt ist der Singleplayer aber durchaus gelungen, wenn auch (selbst für das Shooter-Genre) sehr kurz. Man spricht von ca. 6 Stunden Spielzeit, was schon sehr wenig ist. Zum Glück entscheidet der SinglePlayer nicht über den Langzeitspaß. Diese Aufgabe fällt dem Mehrspielermodus zu.


    Technik
    Die Grafik ähnelt der von WM2 und trägt doch auch einen kleinen CoD5-Touch. Der Detailgrad der Umgebung ist etwas abhängig von der jeweiligen Mission. Hier sei z.B. die 1. Mission in der Schweinebucht genannt, wo mir das Settings so gar nicht gefallen konnte. Eintönig und schwammig, so muss ich es hier resümieren. Hingegen konnten die Vietnam-Missionen durchweg überzeugen. Glaubhaftes Setting (mit Ausnahmen) und sehr passende Effekte (Rauch, Feuer, Angriffsformationen ...) erzeugten eine packende Atmosphäre, die dicht an das CoD-typische Mittendrin-Gefühl heran reicht.

    Die KI punktet hingegen nicht so wirklich, was allerdings bei den linearen Maps und der Geschwindigkeit der Feuergefechte nicht all zu sehr auffällt.
    Eine weitere CoD-typische Eigenart sind die dauerhaft spawnenden Gegnerwellen, solange man nicht ein bestimmtes Ereignis ausgelöst hat. Dies können bestimmte Orte auf der Karte oder auch Schalter oder Scriptereignisse sein, die dazu führen, dass die Gegnerwelle endet. Bis dahin rücken ständig neue Feinde nach. In vielen Tests hat man dies bisher als eher nachteilig beurteilt. Ich glaube zu Unrecht, denn dadurch wird der Druck auf den Spieler aufrecht erhalten und er muss sich bemühen unter Stress den nächsten Missionspunkt zu finden / erreichen.











    Insgesamt war mein Eindruck vom Singleplayer eher durchwachsen. Das lag zum Einen an dem sehr hohen Nervfaktor der wild flackernden und geschnittenen Erinnerungssequenzen und zum Anderen an den oft völlig übertriebenen Effektorgien, die nicht immer wirklich passend sind. Weniger als technisch möglich, ist halt manchmal doch besser. In BlackOps wird jedoch alles an die Front (respektive den Monitor) geworfen, was geht. Ich war einfach zu oft von der schieren Unglaubwürdigkeit der Ereignisse irritiert. Andererseits gibt es fast filmreif inszenierte Passagen, an deteiliert gestalteten Orten, die einen ganz ordentlich fesseln.
    Also ein durchaus guter Singleplayer, mit Abstrichen bei der Glaubwürdigkeit, aber einem hohen Maß an Action.


    Multiplayer
    Ob einem der Sinleplayer nun zusagt oder nicht ist reine Geschmackssache, aber sicher völlig unbestritten ist, dass der Multiplayer den eigentlichen Reiz (Wert) des Spiels ausmacht. Und so wundert es nicht, dass seit CoD4 viel für die Langzeitmotivation getan wird. Da gibt es die Herausforderungen, die Ränge, die Abschussserien usw. Und so bringt auch BlackOps wieder Unmengen solcher Features mit, so dass auch nach längerer Spielzeit immer wieder Herausforderungen geschafft und neue Gegenstände/Features freigeschaltet werden. Da nimmt sich BlackOps nicht sehr viel zu seinen Vorgängern.

    Die Mehrspielerkarten sind wieder zahlreich vertreten und bieten sowohl gute als auch absolut grottige Maps. Auf einigen Karten gibt es auch Spezialeffekte, wie sich bewegende Konstruktionen oder auch startende Weltraumraketen. *g*
    Das ist zumindest sehenswert, auch wenn es der Konzentration auf's Gameplay eher nicht förderlich ist.











    Eher untypisch für die Call of Duty-Reihe ist das Thema Finanzen. Zwar spielt man sich wie gewohnt mehr und mehr Gegenstände frei, kann diese aber nicht automatisch benutzen, sondern muss sich diese einmalig kaufen. Als virtuelles Geld kommen so genannte Credits zum Einsatz. Nach jeder Onlinemap gibt es neben der obligatorischen Punktevergabe, mit der man Schritt für Schritt im Level aufsteigt, auch einen kleineren Wert in Form von Credits ausgezahlt. Diese sammeln sich weiter an und man kann dann im Klasseneditor sich die freigeschalteten Gegenstände dazukaufen. Ein interessantes Gimmik, was zumindest die Erkundung dieser Zusatzfeatures zeitlich etwas in die Länge zieht.

    Die Waffenauswahl ist gewohnt vielfältig und beinhaltet auch extravagante Dinge wie eine Überwachungskamera die man frei auf der Karte abstellen kann und die einem dann (Bild in Bild) deren Sichtfeld einblendet. Eigentlich genau das Richtige für Sniper die ihren Rücken gern im Auge behalten wollen. Die Anzahl der Waffen + Addons und anderer Gegenstände ist schon recht hoch und sollte jedem Spieler viel Raum für Experimente bieten.














    Neu im BlackOps-Multiplayer sind neben den üblichen Spielmodies wie S&D, CTF etc. nun auch noch die so genannten Wettmodi. Hier kann man auf den Ausgang der aktuellen Runde sein virtuelles Geld einsetzen. Zurück (+ Bonus) bekommen es nur die ersten 3 Spieler in der Highscore.
    Außerdem herrschen hier verschärfte Bedingungen, denn man spielt diese Modi nicht wie gewohnt mit seinen Klassen, sondern unterliegt Regeln und Beschränkungen. In einem Modus hat man z.B. nur 1 Kugel in der Waffe. Trifft man damit den Gegner bekommt man diese ersetzt. Trifft man nicht, bleibt nur noch der Griff zum Messer.
    In einem anderen Modus werden die Waffen zufällig vergeben. In wieder einem Anderen muss man sich durch aufeinander folgende Kills bessere Waffen freispielen und verliert diese wenn man böse mit dem Messer gehimmelt wird.
    Durch diese künstlichen Härten, bleibt das Ergebnis der Runde meist bis zur letzten Sekunde völlig offen. Sehr interessanter und spaßiger Ansatz. Gut!

    Da der Multiplayer der entscheide Faktor für die Langzeitmotivation ist, wurde hier ganz besonderes Augenmerk darauf gelegt. So haben die Entwickler Unmengen an Features in bzw. um den Multiplayer platziert. Mit dabei sind wieder die seit CoD4 bekannten Hearausforderungen, die Abschlussserien, die sich diesmal anpassen lassen, aber auch ganz neue Ideen, wie das Freischalten von Waffen, die man sich dann aber durch erlangte CoD-Dollars kaufen muss.
    Und stöbert man weiter in den Menüpunkten herum, stösst man auch auf solche Dinge wie persönliche Statistiken, in denen der Spieler erkennen kann, wo seine Haupttrefferzonen sind, wieviele Punkte er in welchem Spielmode und auf welcher Karte er diese erlangt hat, usw. Dies bezieht sich auf die jeweils letzten 10 Maps. Ein gutes Feature, um seine Spielweise zu kontrollieren und ggf. zu verbessern.

    Eine weitere eher unscheinbare Möglichkeit ist die der automatischen Demo-Aufzeichnung. Man kann sich das Spiel von gerade eben oder das von letzte Woche Samstag 16:45Uhr ... (vermutlich vom Gameserver) herunterladen und danach ansehen. Dabei können die mitwirkenden Spieler auch durchgeschaltet werden. Dadurch hat man automatisch die Möglichkeit verdächtige Spieler auf die Finger zu schauen oder aber von guten Playern zu lernen.

    Und so gibt es noch zahlreiche andere Optionen wie das Rangsystem oder die anpassbare CoD-Karte - quasi eine Art stylischer Dog-Tag. Insgesamt fließen hier viele gute Ideen zusammen, die das Spiel neben dem eigentlichen Gameplay weiter interessant halten.


    Fazit
    BlackOps bietet alles was man von einem aktuellen CoD erwartet: Action Action Action ... BlackOps reiht sich damit direkt hinter Modern Warefare 2 ein und führt viele Konzepte fort. Dies betrifft hauptsächlich den Multiplayer. Und hier bringen das Credits-Prinzip und vor allem die Wettspiele auch einige Neuerungen mit.
    Wer an MW2 seinen Spaß hatte, wird von BlackOps sicher nicht enttäuscht sein und sich auch wie zu hause fühlen.

    Allen Spielern (wie mir) die CoD4 noch immer der beste Shooter ist, tun sich eher schwer mit dem Spiel. Es macht schon Spaß, aber speziell die Überfrachtdung mit Effekten ist auf Dauer schon anstrengend.

    Trotzdem können alle Baller-Freunde bei BlackOps unbesorgt zugreifen, insbesondere weil nun nach einigen Patches viele Probleme behoben wurden.
    Torty
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    Geändert von Torty (30.12.2010 um 12:35 Uhr)
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  2. #2
    Azubi(ne)
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    Standard AW: Review: Call of Duty - Black Ops

    Habe das Spiel für meine 360 und es ist einfach nur hammer
    Vor allem der Überlebenskampf ist geil^^

  3. #3
    Kaiserliche Hoheit
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    Standard AW: Review: Call of Duty - Black Ops

    Das Spiel macht tatsächlich zunehmend mehr Spaß.

    Update:
    Der Bericht wurde erweitert (blaue Textfarbe).
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