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Thema: Objektorientierung und Frameworks - was bringts wirklich?

  1. #1
    Großmeister(in) Avatar von Darkxor
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    Standard Objektorientierung und Frameworks - was bringts wirklich?

    Hallo,
    ich würde gerne mal nachfragen was die Frameworks die es so gibt
    im Endeffekt bringen. Ich höre öfters, dass man damit eine Menge Zeit
    sparen kann. Oder das die Objektorientierte Programmierung ja so super ist.

    Bisher finde ich keine Vorteile der Frameworks und dieses schöne Auto
    Beispiel in den ganzen Tutorialen verdeutlicht auch nicht wirklich einen
    funktionellen nutzen, gegenüber der prozedualen Programmierung.

    Könnt ihr mir praktische Anwendungsbeispiele nennen wo Frameworks wie
    Zend usw Sinn machen und man auf die Objektorientierung so gut wie nicht
    verzichten kann?

    (Ich habe mir mittleweile bis einschließlich Vererbung alles von der
    objektorientierten Programmierung beigebracht.)

    Danke
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  2. #2
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    Standard AW: Objektorientierung und Frameworks - was bringts wirklich?

    Objektorientierung ist einfach effektiver und flexibler.
    Willst du z.B. flexibel Formulare erstellen kannst du z.B. für jeden Input-Typ eine Funktion machen. Da du vielleicht mehrere Formulare erlauben willst, übergibst du dem ein Daten-Array. Dann muss eine andere Funktion zur Registrierung im Array aufgerufen werden. Erster Vorteil von OOP: Die Übergabe ist nicht in dieser Form nötig.
    Ins Array musst du dann Informationen zur Validierung packen. Möglichkeit 1: Zentral die Validierungs-Optionen abarbeiten => unflexibel. Möglichkeit 2: Callbacks übergeben. Die Callbacks zu handhaben ist wiederum kompliziert.
    Zweiter Vorteil von OOP: Einfach eine Member-Funktion definieren, die das übernimmt. Keine separate Eintragung von Callbacks nötig.
    Jetzt brauchst du vielleicht einen neuen Typ: Passwort-Eingabe, was sehr ähnlich zur normalen Eingabe ist. Mit Funktionen hast du nun zwei Möglichkeiten: Komplett neu schreiben oder andere Funktion aufrufen und Änderungen revidieren.
    Dritter Vorteil von OOP: Du kannst ableiten, einfach einzelne Element-Funktionen ändern und den Rest beibehalten.
    Mit einer Aufteilung der Funktionen wäre das natürlich auch mit prozeduraler Programmierung möglich, doch du bräuchtest eine noch komplexere Callback-Struktur, um diese Form des Polymorphismus zu simulieren.
    Anschließend muss die eigentliche Verarbeitung stattfinden. Du hast eine Funktion, die das Array mit den Formulardaten übernimmt und einige Callbacks handlen muss. Nun übergibst du ihr aus Versehen ein anderes Array, das vielleicht bloß ein fetch-Ergebnis war. Ergebnis: Fehler treten tief in der Funktion auf. Wegen der Callbacks noch problematischer. Du weißt nicht, von wo genau ein Callback aufgerufen wurde und es verursacht dann Fehler auf Grund falscher Werte im Array.
    Vierter Vorteil von OOP: Du kannst die korrekte Struktur der Daten über Typehinting oder Element-Funktionen garantieren. Bei einer falsch verwendeten Variable schlägt der Interpreter an Ort und Stelle Alarm.
    Hier siehst du meine Implementierung. Bitte beachte, dass sie unter AGPL steht.

    Außerdem sehr praktisch: Automatische Code-Erzeugung. Du kannst dir problemlos MySQL o.ä. mit OOP erzeugen lassen - und das einmalig und nicht jedes Mal neu.

    Viele liebe Grüße
    The User
    Geändert von The User (30.04.2009 um 00:23 Uhr)

  3. #3
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    Standard AW: Objektorientierung und Frameworks - was bringts wirklich?

    Ergänzend zu dem guten Beitrag von The_User noch ein pragmatischerer Punkt:

    Übersichtlichkeit und schnellere/leichtere Erweiterbarkeit deines Codes

    Lass dir das von jemand gesagt sein der ein halbwegs komplexes Social Network prozedural runtergeschrieben hat.
    Beim erstmaligen coden ist das noch kein größeres Problem. Aber wenn es dann später zu Anpassungen und Erweiterungen kommt macht das wirklich keinen Spaß.

    Ein weiterer eher pragmatischer Grund ist der eigene Namensraum für Variablen (bzw. Eigenschaften) innerhalb von Klassen.
    "Programming today is a race between software engineers
    striving to build bigger and better idiot-proof programs,
    and the universe trying to build bigger and better idiots.
    So far, the universe is winning."
    Rick Cook

  4. #4
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    Standard AW: Objektorientierung und Frameworks - was bringts wirklich?

    Es geht vor allem alles intuitiver.
    Man erstellt den Datensatz und wendet die passende Operation an.
    Im übrigen hat auch MVC im DB-Bereich große Vorteile: Einmal sorgst du für das Handling der Daten und einmal für die Darstellung im Template. => Flexibilität.

    Aber man sollte sich nicht so fixieren. Man kann Prozeduren, OOP und MVC gemischt gut verwenden.

    @SinnlosS
    Für den Namensraum wird es ja bald etwas semantisch besseres geben, das auch Klassen enthalten kann: Namensräume.^^
    Man sollte den Vorteil mehrerer Objekte eines Typs nicht vergessen. Eine Interaktion zwischen Objekten ist viel einfacher als zwischen Arrays. Seit clone haben Arrays auch keine Vorteile mehr.

  5. #5
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    Standard AW: Objektorientierung und Frameworks - was bringts wirklich?

    Hier ein Auszug aus einem Tutorial von mir:

    Gründe für OOP

    Objektorientiertes Programmieren ist durchaus ein neues Konzept des Programmierens. Die Frage lautet nun: Warum OOP?
    Diese Frage kann man oft lesen, besonders Einsteiger, die noch nicht die Vorzüge von OOP kennengelernt haben, haben Probleme einen sinnvollen Grund zu finden, um sich OOP anzueignen. In diesem Step möchte ich auf die Vorteile von OOP eingehen und wichtige Stichworte erklären, die in Verbindung mit OOP stehen.

    Ein Grundgedanke von Objektorientiertem Programmieren ist das Reduzieren von Redundanzen. Um dies zu erreichen, muss man, um eine gut-strukturierte Klasse zu programmieren, zu Beginn abstrahieren. Man muss sich also auf die wesentlichen Informationen und Daten beschränken. Vererbung ist eine gute Methode (wenn nicht die beste Methode), um Redundanzen auszuschließen, da man durch eine abstrake Mutterklasse die wichtigsten Daten an die spezialisierten Kindklassen übergibt. So entsteht ein Vererbungsbaum, bei dem, je weiter unten man sich befindet, die Klassen allmählich spezialisierter und spezifischer werden.

    Ein sehr wichtiges Argument für Objektorientierung ist die Erweiterbarkeit existierender Klassen, bedingt durch eine allgemein gültige Programmstruktur. Man kann sich leichter in fremden Code einlesen, wenn man an eine Erweiterung für ein bestehendes Programm schreiben möchte. Man kann sich schnell und einfach ein Bild über die Hierarchie der Klassen machen und durch simples Hinzufügen von Attributenn und Methoden die Klasse ausbauen.
    So fällt es sehr leicht eine Modularisierung eines Projekts durchzuführen. Das bedeutet, dass verschiedene Objekte für verschiedene Teile des Projekts zuständig sind.
    Als Beispiel soll ein CMS dienen:
    • Benutzer-Klasse: Verwaltet Funktionen rund um den Benutzer
    • Template-Klasse: Management von Output auf der Webseite
    • Seiten-Klasse: Management von Seiten (Hinzufügen von Seiten, Editieren, Löschen)
    • Und viele andere ...


    Man sieht also, dass jedes Objekt eine andere Funktion hat, die zusammengesetzt das ganze Projekt ermöglichen.

  6. #6
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    Was ist an OOP neu?
    C++ gibt es seit 1985 und Smalltalk ist noch älter...

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