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Thema: Review: "Call of Duty - World at War" (CoD5)

  1. #1
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    Standard Review: "Call of Duty - World at War" (CoD5)



    • Entwickler: Treyarch
    • Publisher: Activision
    • Sprache: deutsch
    • Plattform: PC
    • ISBN: 5030917057496


    "Call of Duty 5 - World at War"

    rezensiert von
    Torsten Hinze



    Vorwort
    Die "Call of Duty"-Reihe geniest in der Ego-Shooter-Szene ein hohes Ansehen und begeisterte schon Millionen von Spielern. Mit "World at War" steht nun die fünfte Fassung für den PC in den Regalen der Händler. Diesem Titel wurde einiges an Skepzis entgegengebracht, da der Hersteller vorrangig als Lieferant für Konsolenspiele bekannt ist und der Vorgänger "Modern Warfare" die Meßlatte sehr hoch gehängt hat. Zudem wendet sich CoD5 wieder dem 2. Weltkriegsszenario zu, welches von vielen Spielern als überholt und abgenutzt empfunden wird.

    Ob Teil 5 der große Wurf geworden ist, den Treyarch versprochen hat, soll dieser Review aus Sicht eines langjährigen Spielers klären. Ich darf vorwegnehmen, dass ich mich bemüht habe objektiv zu bleiben, aber den subjektiven Aspekt kann man eigentlich nicht 100% ausschließen. Somit stellt der Review zwar größtenteils meine Meinung dar, aber berücksichtigt auch Feedback, welches ich von anderen Spielern erhalten habe.

    Am Ende müsst ihr versuchen euch ein eigenes Bild aus den Aussagen zu machen. Das liegt aber in der Natur der Sache.


    Singleplayer
    Wie fast alle seine Vorgänger spielt "Call of Duty 5" im 2.Weltkrieg und bietet dem Spieler die damals typischen Waffen. Neben dem Singleplayer-Mode, der den Spieler mitten in die Kriegswirren wirft, existiert noch der auf Langzeitmotivation ausgelegte Multiplayer-Mode. Dazu später mehr.
    Der Single-Player lässt den Spieler Missionen als Russe und Amerikaer erleben, wobei die Einsätze entweder im asiatischen oder zentraleuropäischen Raum ausgetragen werden. Die jeweiligen Einsätze werden wie üblich von einem Intro-Movieclip eingeleitet. Die tatsächlichen Missionsziele erfährt der Spieler dann während der Mission. Nach erreichen bestimmter Ziele aktualisieren sich diese und man kämpft sich zum Nächsten durch.





    Es existieren diesmal nur die zwei spielbaren Nationen Russen und Amerikaner. Die bisher übliche Fraktion der Briten fehlt. Dies schlägt sich dann auch im etwas kürzeren Singleplayer nieder. Die Missionen der Amerikaner spielen in japanisch besetzten Gebieten, die einerseits von Djungel überwuchert und von Flüssen durchzogen sind und andererseits etwas offeneres Steppengelände bieten.
    Wer damals Pacific Assault gespielt hat, wird an einigen Stellen ein Déjàvu haben, da das Szenario und auch an einigen Stellen die Inszenierung ähnlich sind.

    Auf Seiten der Russen bekommt man die abwechslungsreicheren Missionen und Maps geboten. So kann man Panzer fahren oder muss selbige in waghalsiger 1-Mann-Bazzoka-Show ausschalten. Es gibt aber auch Schleichpassagen und auch wieder jede Menge gescriptete Ereignisse, die den Spieler ins Geschehen ziehen.



    Insgesamt finde ich den SP etwas durchwachsen. Die amerikanischen Missionen sprachen mich nicht an, wohl aber die der Russen. Die Grafik ist gelungen, aber an einigen Stellen hat man den Eindruck, dass noch etwas CoD2 durchschimmert.
    Dem Singleplayer sollte man aber dennoch nicht zuviel Bedeutung beimessen, da er nur eine Präsentation des Spiels und seiner Features ist. Wichtiger wird da der Multiplayer.


    Multiplayer
    Hier gibt sich CoD5 ganz CoD4-like und begrenzt die Waffen und Perks anfangs stark. Mit der Zeit sammelt man Erfahrungspunkte (EP) und steigt nach bestimmten EP-Schwellen im Level auf. Dadurch gibts dann mehr Waffen oder zusätzliche Waffen-Addons oder auch Perks. Das kennt man von CoD4. Jedoch ist in CoD5 ein Mangel ausgebessert worden: man steigt wesentlich langsamer auf.
    Hinzukommt noch eine Erweiterung, der so genannte Prestige-Mode. Hat man Level 65 erreicht kann man diesen gesondert aktivieren und landet wieder bei Level 1 - allerdings mit einem dicken Prestige-Punkt. Dies kann man 10 Mal wiederholen. Wenn einem also ein Player mit Prestige 10 über den Weg läuft, hat er entweder Unmengen an Zeit in das Spiel investiert oder sich auf den zahlreichen PowerRank-Servern rumgetrieben.
    Auch in Teil 5 gibt es wieder das System der Herausforderungen. Bei diesen gilt es bestimmte Ziele zu erreichen, wie 100 Abschüsse mit der MP40 oder 5 Gegner ausschalten, während diese eine entsicherte Handgranate in der Hand haben usw. Dies kommt eindeutig der Langzeitmotivation zu Gute.

    Die Maps in CoD5 sind wie auch der Singleplayer in 2 Settings aufgeteilt: asiatisch vegetationsreich und europäisch ländlich. Mit 1-2 Ausnahmen wie Dawnfall und Dome, die hauptsächlich in Ruinen spielen. Die meisten Karten lassen sich gut spielen, wobei es Ausnahmen gibt wie Dome beweist. Insgesamt eine gute Mischung.

    Die Anzahl der Waffen ist ausreichend hoch und bietet altbekannte Vertreter wie die Ppsch, Kar, Garant, Thompson, ... Die Waffenwirkung ist jedoch gänzlich anders und recht gewöhnungsbedürftig. So sind im Standard-Mode die Bolt-Rifles nicht mehr beim 1 Treffer tödlich. Hingegen sind MPs auch auf Entfernung recht genau. Das verschiebt die Waffenbalanche leider ungünstig. Somit laufen viele Player mit automatischen Waffen rum und die Rifler haben es wirklich schwer. 2 Mal den Gegner in kurzer Zeit treffen in mitten der Kampfhektik ist sehr unwahrscheinlich. Schade, denn die Einschüsser erfreuten sich bei UO und CoD2 immer großer Beliebtheit.

    Im Hardcore-Mode sind die meisten Anzeigen für den Player deaktiviert, und die Waffenwirkung ist etwas erhöht. Auch die Rifles können den Gegner wieder effektiver ausschalten. Es verwundert also auch nicht, dass ein Grossteil der Spieler den HC-Mode bevorzugt. Zu recht wie ich finde.

    Alles in Allem kann man sagen, dass der Multiplayer schon Spass macht, sobald man sich an das geänderte Szenario und vor allem das veränderte Balancing gewöhnt hat. Einziger Wehrmutstropfen sind hier die Bouncing Betty's. Sie sind das Gegenstück zu den Claymore's aus CoD4, haben jedoch eine verherrende Wirkung. Sie sind kaum noch zu sehen und lösen recht leicht aus. Selbst durch Wände hindurch zünden sie. Und das nervt dann schon sehr. Die Realisierung dieser Mine hätte ich mir besser gewünscht.

    Etwas ungünstig gelöst ist auch die Registrierung des eigenen Nickname, mit welchem man im Netz dann unterwegs ist. Es darf dabei keine doppelten IDs geben. Wenn also Paulchen Panter sich als "PowerRancher" anmelden will und dies schon jemand vor ihm getan hat, so muss er es z.B. mit Power-Rancher versuchen usw. Ich glaube das hat vielen Spielern mit potenziel weit verbreiteten PlayerNicks arge Probleme bereitet. Aus technischer Sicht ist diese Koppelung von Regstrierungsaccount und Online-Playernick nicht wirklich nachvollziehbar, da es den CVAR "name" auch in CoD5 gibt.


    Technik
    CoD5 verwendet die CoD4-Engine fast unverändert. Einige Partikel-Effekte sind hinzugekommen, aber die fallen nicht sehr auf. Somit liegt die Grafik auf hohem Niveau, hat aber im Singleplayer auch Ausrutscher bei denen man CoD2-Texturen & -Objekte glaub zu erkennen. Sehr oft wird vom Blur-Effekt Gebrauch gemacht, um z.B. beim Zielen das Drumherum verschwimmen zu lassen. Auch klappt das nicht immer so gut wie erhofft. Solche kleinen Patzer entdeckt man zwar öfters, aber man kann drüber wegsehen, da sie nicht match-relevant sind. Insgesamt ist die Grafik einen Tick schärfer als bei CoD4, fodert der Hardware aber auch etwas mehr Leistung ab. Genaue Benchmarks habe ich nicht erstellt. Jedoch geht das Thema "CoD5 und ruckelige Grafik" durch zig Foren und wird angestrengt diskutiert. Ich selbst hatte da keine Probleme und kann vernüftig spielen.

    Zur Technik gehört aber neben der Grafik auch der Sound. Und hier offenbart sich einer der größten Patzer von Call of Duty 5. Die Ambient-Sounds und Geräuscheffekte passen noch ganz gut und klingen glaubhaft. Erschrocken hatte ich mich jedoch, als ich deutsche Lanzer-Slogans hörte, die 1:1 aus CoD2 zu stammen scheinen. "Da drüben hinter den Fässern." oder "Feindliche Truppen ..." sind einige Beispiele dafür. Um ehrlich zu sein hatte ich in diesem Moment den Begriff "Recycling" im Kopf.
    Schwere Abstriche muss man auch beim "Haupt-Arbeitsgerät" machen: den Waffen. Es ist eigentlich unverständlich, wie man solche pipsigen PuffPuff-Geräusche als Waffensounds durchgehen lassen kann. Die meisten MPs klingen wie Nähmaschienen auf Stufe 9. Nur wenige Waffen haben einen annähernd annehmbaren Sound. Hier sollte Trearch unbedingt hand anlegen und kräftige satte Sound per Patch nachliefern.

    Die Sprachausgaben sind hingeben gut verständlich und auch Soundeffekte wie Bomber oder Querschläger sind gut gelöst. Besonders glaubhaft klingen komischerweise die Waffensounds auf Entfernung. Wenn man also etwas weiter entfernt Schüsse peitsche oder MP-Salven rattern hört, klingt das schon wirklich gut.


    Fazit
    Ich kann mich hier recht kurz halten. Teil 5 der "Call of Duty"-Reihe bietet Licht und Schatten. Jedoch überwiegt doch das Licht, denn CoD5 bietet den Anhängern neue Szenarien, mit neuen Waffen, neuen Perks und einem erweiterten Rangsystem. Die Grafik bewegt sich fast immer auf hohem Niveau und auch an die Sounds kann man sich (wenn auch widerwillig) gwöhnen.
    Der Aufstieg in den Leveln erfordert viel Zeit und bietet somit eine gute Langzeitmotivation. Wem das nicht reicht darf sich gern im Prestige-Mode erneut beweisen.

    Insgesamt also ein gutes Spiel. Und wer sowieso schon alle Teile dieser Spielereihe besitzt, wird sich um Teil 5 nicht drücken. Und Spaß macht auch dieser Teil.
    Torty
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    Geändert von Torty (21.12.2008 um 16:49 Uhr)
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  2. #2
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    Standard AW: Review: "Call of Duty - World at War" (CoD5)

    naja ich find das Spiel nicht so toll.

    Ist eigendlich das gleiche wie CoD 4 nur halt in Weltrkiegszeit.
    Grafik ist die gleiche , feeling auch.


  3. #3
    headknockerx2
    Gast

    Standard AW: Review: "Call of Duty - World at War" (CoD5)

    hi hab ehrlich gesagt vom multiplayer gaming keine ahnung, trotzdem verballer ich gern mit 20 andern mitspielern die maps. soweit so gut. ich zock jerzt cod schon einige monate bisher war alles prima die serverlisten waren immer pralle voll. gestern hab ich gezockt und dann 2 std pause gemacht als ich wieder on ging war die serverliste wie leergefegt und es gab bloß noch irgendwelche mods zum downloaden, also zieh ich mir die mods aber auch die modserverlisten sind alle leer. ist das bloß vorrübergehend und die spieler kommen irgendwann wieder zurück oder haben die sich jetzt alle auf privatserver zurückgezogen?

  4. #4
    CLiff
    Gast

    Standard AW: Review: "Call of Duty - World at War" (CoD5)

    Dumme Frage, aber kannst du nicht einfach nochmal die Serverliste aktualisieren? Guck am besten auch, ob du irgendwo 'nen Haken gesetzt hast, ebenso auf den Spielmod.
    (Ist bei Battlefield zumindest so, COD online spiel ich nicht).

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