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Thema: Rezension: "Objektorientierte Analyse und Design"

  1. #1
    Kaiserliche Hoheit
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    Standard Rezension: "Objektorientierte Analyse und Design"


    Bildverlinkung geniest die freundliche Genehmigung des O'Reilly-Verlages.

    • Authoren: Brett D. McLaughlin, Gary Pollice, David West
    • Übersetzung: Lars Schulten
    • Verlag: O'Reilly
    • Ausgabe: 1. Auflage 2007
    • Sprache: deutsch
    • Umfang: 600 Seiten
    • ISBN: 978-3-89721-495-8

    „ Objektorientierte
    Analyse und Design
    von Kopf bis Fuß “

    rezensiert von
    Torsten Hinze




    Vorwort
    In der modernen Programmierpraxis kommt man um das Thema "Objektorientierung" schon seit Jahren nicht mehr herum. Die Konzepte hinter diesem Ansatz sind so überzeugend und beweisen in der Praxis stets auf's Neue, dass sie wirksam und effizient sind. Oder sollte man sagen: ... sein könnten?

    Denn ein reales Problem in ein Computermodel zu übertragen, ist eine nicht-triviale Aufgabe. Insbesondere wenn das abzubildenede System an Komplexität gewinnt. Ein schlechter Ansatz im Entwurf rächt sich sicher im Laufe des Live-Cycle und führt zu schwer zu pflegendem Code.

    Dieses Buch tritt an, um die Grundlagen für gute Entwürfe und Konzepte zu legen bzw. Zu vermitteln. Aus gutem Grund umfasst dieses Buch 600 Seiten, denn es geht den Authoren darum, den Einstieg in diesem Thema zu erleichtern.


    zum Inhalt
    Der Inhalt des Buches deckt folgende Bereiche ab:
    1) Hier fängt gute Software an: Sauber entworfene Anwendungen bringen es
    2) Gebt ihnen, was sie wollen: Anforderungen sammeln
    3) Ich liebe dich, du bist perfekt ... jetzt ändere dich: Anforderungen ändern sich
    4) Ihre Software ins richtige Leben führen: Analyse
    5) Teil 1: Nichts bleibt jemals gleich: Gutes Design Intermezzo: OO-KATASTROPHE!
    6) Geben Sie Ihrer Software ein 30-Minuten-Workout: Flexible Software
    7) "Mein Name ist Art Vandelay": Die richtig großen Probleme lösen
    8) Ordnung ins Chaos bringen: Architektur
    9) Originalität wird überschätzt: Design-Prinzipien
    10) Die Software ist immer noch für den Kunden: Iteration und Tests
    11) Alles zusammenfügen: Der OOA&D-Lebenszyklus
    12) Anhang I: Was übrig bleibt
    13) Anhang II: Anleitung für Objekthausen

    Dem Einsteiger wird mit lockerer Sprache, praktischen Beispielen und einigen kleinen Stories, versucht all diese Details näher zu bringen. Das gewählte Konzept aus klaren Erklärungstexten, aussagekräftigen Skizzen, hilfreichen Randnotizen, interessanten Interviews mit Kollege "Browser", Quiz etc. bringt das Wissen in leichter Weise "an den Mann". Das Lesen macht richtig Spaß und man verschlingt eine Seite nach der anderen.
    Mit zunehmender Seitenzahl sinkt dann die Lesegeschwindigkeit und man muss mehr und mehr nachdenken und mitmachen. Zudem werden die Zusammenhänge komplexer und die wiederholungen häufiger.

    Zur Unterstützung des Geschriebenen gibt es jede Menge (teils lustiger) Bilder, Skizzen und der Gleichen. Ganz allgemein unterscheidet sich der verwendete Stil sehr deutlich von "normalen" Einsteigerbüchern. Es werden alle Register gezogen um Stoff zu vermitteln, zu wiederholen und auch abzufragen. Besonders die Abfragen in form von Ankreuzbögen, Quiz und Lösungen zu vorgegebenen Aufgaben dürfte den Lernerfolg deutlich steigern, denn der Leser wird somit zum aktiven Teil des Buches. Nur lesen hilft bekanntlich nicht den Stoff zu behalten. Erst wenn man selbst aktiv wird und mit dem Gelesenen praktisch/geistig arbeitet, setzt es sich fest. Dies schafft das Buch ganz hervorragend.

    Jedoch ist vom Lesenden/Lernenden eine gewissen Ausdauer von Nöten, da man das Thema nicht "mal so eben" erfasst. Deshalb wiederholen die Autoren einige Passagen und auch Abfragen sehr oft, wodurch das zu vermittelnde Wissen direkt in Form einer Anwendung verinnerlicht werden soll.

    Durch das gesamte Buch ziehen sich 2-3 Beispielanwendungen, die in einfacher Form starten und zunehmend komplexer werden. Daran lassen sich zwei Sachen quasi nebenbei gut veranschaulichen. Zum Einen unterliegt jede Anwendung einer stetigen Änderung und zum Anderen ist erkennbar, dass objektorientierte Programmierung hier die Nase vorn hat.

    Die Beispiele sind allesamt in Java verfasst, welches auch Leute (wie ich) verstehen, die nur Java-Grundkenntnisse besitzen. Einige nicht offentlichte Besonderheiten der Sprache Java werden an den nötigen Stellen auch nochmals kurz erklärt. Deshalb sind die Code-Beispiele auch für Nicht-Java-Jünger gut lesbar.


    Fazit
    Dies ist wieder ein tolles Buch aus der "von Kopf bis Fuß"-Reihe. Ich bin sehr positiv überrascht wie gut man ein Einsteigerbuch schreiben bzw. konzeptionieren kann. Der systematische Aufbau des Buches schlängelt sich entlang der Entwicklung einiger fiktiver und lustiger Projekte. Diese unterliegen der ständigen Veränderung und zeigen dadurch weitere Prinzipien und Vorgehensweisen bei der objecktorientierten Programmierung auf.

    Besonders dieser Wandel zeigt dem Leser wofür das Gelernte gut ist und dass mit den Methoden des objektorientierten Designs einige schwere Schiffbrüche umgangen werden können.
    Die Inhalte werden wunderbar verständlich vermittelt und der Lerneffekt ist mehr als garantiert. Jedoch ist ein wenig Durchhaltevermögen gefragt, da der Stoff selbst an einigen Stellen trocken wird und man sich durchbeissen muss.

    Ich bin davon überzeugt, dass Einsteiger mit Hilfe dieses Buches besser in das Thema finden und den Lernstoff leichter anwenden können, als das klassische Bücher vermögen. Es ist einfach sehr gut zu lesen und vermittelt alles Wichtige in lockerer Art und Weise.

    Wieder ein wirklich gutes Buch.
    Torty
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    Geändert von Torty (30.04.2009 um 08:52 Uhr)
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  2. #2
    Kaiser(in)
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    scheint echt gut zu sein

    also lohnen sich die immerhin 50€ für das buch oder kennst du evtl noch vergleichbare ?

    würde mich schon interessieren, klingt echt interessant
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  3. #3
    Kaiserliche Hoheit
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    Ich kenne natürlich ein paar kleinere Büchlein, die sich dem Thema annehmen, aber die sind a) schon älter und b) nicht so unterhaltsam/einprägsam. Ich kann natürlich nicht ausschließen, dass es auch andere sehr gute Bücher gibt. Mit diesem Buch liegst du aber für den Einstieg in die Thematik sicher richtig.

    Torty
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