Seite 1 von 6 123456 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 51

Thema: Adventszeit

  1. #1
    Samurai
    Registriert seit
    21.05.2003
    Ort
    Cottbus
    Beiträge
    206
    Danke
    0
    Bekam 0 mal "Danke" in 0 Postings

    Standard Adventszeit

    Heute wird das erste Lichtlein angezündet und zeigt uns ...
    die Adventszeit ist da.

    Auch wenn draußen das Wetter noch nicht so nach unseren Vorstellungen dazu passt, ... ( wann ist es das schon mal ... )
    wünsche ich allen,

    es möge für Euch eine wunderschöne Zeit sein, mit alledem was so für jeden dazu gehört.

    Vor allem Freude und Liebe im Herzen.

    Dazu habe ich auch ein paar Verse gefunden, der eine oder andere wird sie kennen, doch ich finde sie immer wieder schön und für heute doch passend, oder ... ?


    Gespräch zwischen Zündholz und Kerze...

    Es kam der Tag, da sagte das Zündholz zur Kerze:
    "Ich habe den Auftrag dich anzuzünden."
    "Oh nein", erschrak die Kerze, nur das nicht.
    "Wenn ich brenne, sind meine Tage gezählt.
    Niemand mehr wird meine Schönheit bewundern."
    Das Zündholz fragte: "Aber willst du denn ein
    Leben lang kalt und hart bleiben,
    ohne zuvor gelebt zu haben?"
    "Aber brennen tut doch weh und zehrt an meine Kräften",
    flüsterte die Kerze unsicher und voller Angst.

    "Es ist wahr", entgegnete das Zündholz.
    "Aber das ist doch das Geheimnis unserer Berufung.
    Wir sind berufen, Licht zu sein. Was ich tun kann ist wenig.
    Zünde ich dich nicht an, so verpasse ich den Sinn meines Lebens.
    Ich bin dafür das, Feuer zu entfachen. Du bist die Kerze,
    du sollst für andere leuchten und Wärme schenken.
    Alles was du an Schmerz und Leid und Kraft hingibst,
    wird verwandelt in Licht.
    Du gehst nicht verloren, wenn du dich verzehrst.
    Andere werden dein Feuer weitertragen.
    Nur wenn du dich versagst wirst du sterben".

    Da spitzte die Kerze Ihren Docht und sprach voller Erwartung:
    "Ich bitte dich, zünde mich an..."

    Eine gesegnete Adventszeit
    wünscht Euch Jogibär
    Achtung: Dies ist ein alter Thread im HTML und Webmaster Forum
    Diese Diskussion ist älter als 90 Tage. Die darin enthaltenen Informationen sind möglicherweise nicht mehr aktuell. Erstelle bitte zu deiner Frage ein neues Thema im Forum !!!!!
    Servus! Tschüß! Auf Wiedersehn
    Jogibär, der muß jetzt gehn!

  2. #2
    Interessierte/r
    Registriert seit
    21.05.2003
    Ort
    Cottbus
    Beiträge
    127
    Danke
    0
    Bekam 0 mal "Danke" in 0 Postings

    Standard

    Lied im Advent

    Immer ein Lichtlein mehr
    im Kranz, den wir gewunden,
    daß er leuchte uns so sehr
    durch die dunklen Stunden.

    Zwei und drei und dann vier!
    Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
    und so leuchten auch wir,
    und so leuchtet das Zimmer.

    Und so leuchtet die Welt
    langsam der Weihnacht entgegen.
    Und der in Händen sie hält,
    weiß um den Segen!
    (Matthias Claudius)

    Eine gesegnete und stressfreie Adventzeit wünscht euch Münsti


    Es gibt nix Gutes
    außer man tut es!

  3. #3
    Fortgeschrittene/r
    Registriert seit
    14.10.2003
    Ort
    Radekow
    Beiträge
    150
    Danke
    0
    Bekam 0 mal "Danke" in 0 Postings

    Standard

    Hallo, da habe wir ja ein paar sehr schöne Worte , die der Zeit entsprechen, gefunden)
    Habe vor einigen Wochen die eine und andere Geschichte zur Weihnachtszeit geschrieben, eine setzte ich Euch hier herein, die Kinder haben bei Lesungen sehr darüber lachen können, mal sehen wie es Euch geht !?

    Völlig verkehrte Weihnacht


    Kurzgeschichte R.Pick


    Als ich heute Morgen auf den Kalender schaue, sehe ich,
    es ist Weihnachten.
    13. August .
    Vor dem Fenster da draußen wirbeln die Schneeflocken.
    Da werde ich doch gleich mal den Roller raus holen, denke ich noch,
    aber klopft es auch schon an der Haustür.

    "Da draußen vom Walde komme ich her ....", klingt eine dunkle mächtige Stimme herein.
    Ich mach die Tür auf.
    Da ist er ja schon.
    Der Osterhase.
    Er hat seine Ohren, die ja auch Löffel genannt werden,
    nach oben gespannt und darüber noch verknotet,
    damit der große Sack nicht von seinem Rücken fällt.
    Sein langer weißer Bart, den er im Gesicht trägt,
    wird vom Wind hin und her geweht.
    Sieht ganz lustig aus, der alte Knabe.
    "Los", sagt er, "Wir wollen baden gehen !"
    "Aber, wollen wir nicht erst die Geschenke unter die Weihnachtspalme legen ?",
    frage ich ihn verdattert.

    Der hat ja wohl ganz und gar keine Ahnung von Weihnachten, denke ich mir so.
    Auch seinen Schlitten hat er völlig falsch bespannt.
    Statt der Rentiere hat er vier rote Füchse davor gespannt.
    Wegen der Pause, die sie ja nun haben,
    picken sie sich ein paar Körnchen aus dem
    Schnee- Rasen vor dem Haus.
    "Hoho.", tönt nun wieder der Osterhase und stellt seinen Sack vor sich hin.
    "Geschenke ? Ja warst du denn auch immer schön böse ?
    Hast deine Eltern geärgert und der Oma vom Nachbarhaus öfter mal den Krückstock weg genommen ?",
    fragt er mich.

    Aber ich habe schon vorgesorgt und meinen Wunschzettel in der Einleitung mit der Aufzählung aller bösen Taten des vergangenen Jahres versehen. Ich denke mal, der hat den noch gar nicht gelesen.
    Ich nenne ihm also schnell mal ein paar Beispiele:

    im Februar
    habe ich dem Nikolaus eine Fallgrube ausgehoben, in die ist er auch geplumpst und ich hatte die ganzen Süßigkeiten bekommen. Das war lecker, da waren auch welche mit Schokolade dabei.
    im März
    dann, die tolle Sache mit dem Weihnachtsbaum. Einfach vom Markt geklaut, quer durch die Stadt gelaufen und dem Bürgermeister direkt vor das Büro gestellt. Der dachte, er steht im Wald, als er sich wieder mal aus dem Büro heraus traute. Die Polizei mußte ihn befreien. Mit ihren roten Uniformen und dem schwarzen Schimmel, den sie vor ihren Wagen gespannt hatten, sind sie mit lautem "Tatütata" vor dem Rathaus gelandet und haben dann den Bürgermeister befreit. Sogar in der Zeitung haben sie darüber berichtet. Und was da drin steht ist ja bekanntlich immer wirklich ganz wahr.
    Der April
    war leicht. Unsere Lehrerin, Frau Kluge gab die Zeugnisse aus. Zeugnisse kennt ihr ja, ist wie ein Einkaufzettel, bloß größer und darauf steht, was man –als schlechter Schüler- vielleicht noch schlechter machen kann. Bei mir stand nix drauf, nur ihre Unterschrift und der Stempel von der Schule. " Ich wüßte nicht, was du noch schlechter machen könntest.", hatte sie bei der Übergabe in der Klasse gesagt. Ich bin jetzt ein Jahr lang "Klassen- Schlechtester".
    Im Mai
    dann die Sache mit dem Förster. Der hatten gerade dieses Ding aufgestellt, das immer so ein grelles Licht verblitzt, wenn einer mit seinem Auto zu schnell gefahren ist. Habe es nur ein bißchen umgepolt, da hat es andauernd Fotos gemacht. Alles Autofahrer, die nicht schnell genug gefahren sind, hat es jetzt fotografiert. Das waren viel mehr und hat die Stadtkasse wieder richtig gestärkt.
    Der Juni
    war ja fast die Krönung der schlechten Taten, vor dem Nachbarhaus habe ich eine Eisbahn gebaut. Einfach zwei oder dreimal Wasser vor der Treppe ausgegossen, der Frost hat da Eis draus gemacht und dann noch fleißig drauf geschlittert, damit sie noch glatter wurde. Hui das war lustig, alle Hausbewohner, die auf die Straße traten sind auch prompt auf den Hosenboden gefallen, danach haben sie sich furchtbar aufgeregt.

    "Genug, genug !", ruft jetzt der Osterhase und quirlt aufgeregt mit seinen Löffeln in der Luft herum. "Ich habe es gelesen, jetzt erinnere ich mich wieder.
    Aber, was war eigentlich mit dem Weihnachtsmann, da hattest du doch auch etwas angestellt ?".
    Ja, die Sache mit dem Weihnachtsmann passierte, glaube ich im Dezember.
    Wohl genau am 24.- igsten. Die Eltern hatten noch am Tag davor darüber gesprochen, daß nun wieder die Zeit beginnt, wo die Eier auf der Wiese und im Wald von dem dicken Mann versteckt werden.
    Die Wochen vorher hat er genutzt und den Hühnern auf der ganzen Welt die Eier gestohlen. Dann hat er sie bunt bemalt. Und am 24.12. in jedem Jahr, da versteckt er sie dann überall und wir müssen raus, um sie zu finden.Aber ich bin am 23. am späten Abend noch einmal vor das Haus gegangen und habe mich umgesehen. Es dauerte auch nicht lange und ich konnte den Weihnachtsmann mit seinem Eiersack am Himmel sehen. Einen weit leuchtenden Schweif zog er hinter sich her. Wie ein Kondensstreifen beim Flugzeug. Sicher ist er wieder zu hoch und zu schnell geflogen.Gleich in der Nähe ist er gelandet. Es polterte richtig und man hörte ihn auch fluchen. Kein Wunder, im Park liegen die alten Flaschen und Büchsen herum, denn wohin soll man die sonst werfen ?
    Also genau in diesem Scherbenhaufen muß er gelandet sein. Als ich näher heran kam, konnte ich ihn noch fröhlich hüpfen sehen. Er fluchte auch nicht mehr, sondern rief immer: " Aua, aua !".
    Als er dann endlich mit seiner Hüpferei fertig war, stand er bis zum Bauchnabel im Parkteich. Klatschnaß stand er da und versuchte mit der einen Hand die Enten zu verscheuchen, die andere hielt ja immer noch den Eiersack. Die Enten wollten ihn nur besuchen oder sogar begrüßen, dann fiel mir ein, die legen ja auch Eier und wahrscheinlich wollen sie ihn vertreiben. Na jedenfalls schaffte es der Weihnachtsmann irgendwie wieder an das Ufer zu kommen. Auf dem nassen Teichrand verlor er noch einmal den Halt und plumpste hin. Genau auf den Eiersack.
    Es quietschquakte deutlich hörbar.
    Laut fluchend schoß er davon, denn kaputte Eier darf ein Weihnachtsmann nicht verstecken.Obwohl ich so laut lachen mußte, hat er mich nicht gehört, er hatte ja auch keine Zeit mehr, denn einen neuen Eiersack kriegt er ja nur am Nordpol, da wo es so schön warm ist.
    Er wäre sicherlich zurück gekommen, um mit mir zu schimpfen, wenn er gewußt hätte, daß ich es war, der auf der Parklichtung dieses große Schild hingestellt hatte:
    "Landeplatz für Weihnachtsmänner !"
    stand darauf.
    Die roten Füchse vor dem Schlitten schreckten richtig hoch, als der Osterhase laut anfing, zu lachen.
    Dann knotete er seine Ohren auf und reichte mir den ganzen Sack mit den Geschenken.
    "Die hast du alle redlich verdient !", rief er und sprang wieder auf seinen Schlitten, der nun wie ein Blitz davon raste. Aber, die Füchse sind ihm wohl nicht schnell genug gewesen, denn er hob seine Peitsche mit der langen Schnur und knallte noch einmal.
    " Peng !" und "Knall !"
    Da draußen, vor dem Fenster auf der Straße fährt der Fritz mit seinem kaputten Moped wieder Probe. Sein Auspuff knallt schon wieder.
    Davon bin ich aufgewacht.
    Komischer Traum war das.
    Draußen vor dem Fenster schwebten eben
    leise und langsam
    Schneeflocken
    vom
    Himmel.


    Viel Freude in dieser schönen Zeit und bleibt gesund !
    Kannst mich kennen lernen.
    Wo ?
    Hier:
    http://www.rainer-pick.de

  4. #4
    Jedi Ritter
    Registriert seit
    09.04.2003
    Ort
    Da wo einem der Duft von Lebkuchen und Bratwürschten um die Nase weht ;-)
    Beiträge
    3.705
    Danke
    0
    Bekam 0 mal "Danke" in 0 Postings

    Standard

    Meine Lieblingsweihnachtsgeschichte:


    Hilfe, die Herdmann's kommen!

    Die Herdmann-Kinder waren die schlimmsten Kinder aller Zeiten. Sie logen und klauten, rauchten Zigarren (sogar die Mädchen) und erzählten schmutzige Witze. Sie schlugen kleine Kinder, fluchten auf ihre Lehrer, mißbrauchten den Namen des Herrn und setzten den alten, verfallenen Geräteschuppen von Fred Schumacher in Brand. Das Gerätehaus brannte nieder bis auf den Grund, und ich glaube, das überraschte die Herdmanns. Sie setzten ständig etwas in Brand, aber es war das erste Mal, daß sie es schafften, ein ganzes Gebäude niederzubrennen. Sie waren wirklich so rundherum schrecklich, daß man kaum glauben konnte, daß es sie wirklich gab: Ralf, Eugenia, Leopold, Klaus, Olli und Hedwig - sechs magere, dünnhaarige Kinder, die sich nur dadurch voneinander unterschieden, daß sie verschieden groß waren und an verschiedenen Stellen blaue Flecken aufwiesen, die sie sich gegenseitig beigebracht hatten. Wir waren überzeugt, daß sie direkt auf die Hölle zusteuerten, mit dem Umweg über die Staatliche Besserungsanstalt - bis sie sich mit meiner Mutter, der Kirche und unserem Krippenspiel einließen.

    Meine Mutter hatte nicht erwartet, daß sie etwas mit dem Krippenspiel zu tun haben würde. Aber als dann Frau Amstrong hinfiel und sich das Bein brach, wurde sie in die Sache hineingezogen.

    Natürlich dachte niemand auch nur im entferntesten an die Herdmanns im Zusammenhang mit dem Krippenspiel. Die meisten von uns wurden die ganze Woche über in der Schule von den Herdmanns herumgepufft, gestoßen und gezerrt und freuten sich auf den Sonntag. Es war der Tag, an dem man vor den Herdmanns Ruhe hatte.

    Einmal im Monat ging die gesamte Sonntagsschule in die Kirche, um in den ersten 15 Minuten des Gottesdienstes etwas Besonderes zu bieten, ein Lied, ein Gleichnis aus der Bibel oder einen Vers.

    Aber als mein Bruder Charlie in die Sonntagsschule ging, ließ sich die Lehrerin etwas Neues einfallen. Jeder sollte auf einen Zettel schreiben oder malen, was er an der Sonntagsschule am meisten mochte Und als wir alle in der Kirche waren, stellte sie sich vor die Gemeinde und sagte: "Heute werden uns einige unserer kleinsten Jungen und Mädchen erzählen, was die Sonntagsschule für sie bedeutet. Betty, was hast du auf deinem Zettel stehn?"
    Betty Ketterer stand auf und sagte: "Was ich in der Sonntagsschule am meisten mag, ist das schöne Gefühl, das ich habe, wenn ich hingehe." Ein Kind sagte, es höre so gern die Biblische Geschichte. Schließlich sagte die Lehrerin: "Wir haben gerade noch für einen Zeit. Charlie, was kannst du uns über die Sonntagsschule erzählen?"Mein kleiner Bruder Charlie stand auf, und er mußte nicht einmal auf seinen Zettel schauen. "Was ich an der Sonntagsschule am meisten mag", sagte er, "ist, daß es hier überhaupt keine Herdmanns gibt."

    Als wir ihn nach der Kirche abholten, sagte die Lehrerin zu uns: "Ich bin sicher, daß es noch viele andere Dinge gibt, die Charlie an der Sonntagsschule gefallen." Sie lächelte uns allen zu, aber man konnte sehen, daß sie richtig wütend war.
    Auf dem Heimweg fragte ich Charlie: "Was sind denn die anderen Dinge, die dir angeblich gefallen?" Er zuckte mit den Achseln. "Ich mag ja den anderen Kram. Aber sie sagte, wir sollen aufschreiben, was wir am meisten mögen. Und was ich am meisten mag, sind keine Herdmanns."

    Während der ganzen zweiten Klasse war Charlie mit blauen und grünen Flecken übersät, weil er neben Leopold Herdmann sitzen mußte. Aber letzten Endes war es sogar Charlies Schuld, daß die Herdmanns in der Kirche aufkreuzten. Drei Tage hintereinander klaute Leopold Herdmann die Süßigkeiten aus Charlies Frühstückspaket, und schließlich hatte Charlie keine Lust mehr, etwas dagegen zu unternehmen.
    "Nimm's dir! Nur zu!", sagte er. "Mir macht das nichts aus. Ich bekomme ja so viel Süßigkeiten, wie ich will in der Sonntagsschule."
    "Du lügst!", sagte Leopold und - Leopold hatte recht. Wir bekamen Ostereier zu Ostern und ein Stück Kuchen beim Kinderfest, das war alles.
    "Wir bekommen auch Eis", fuhr Charlie fort. "Und Krapfen und Popcorn."
    "Von wem denn?" wollte Leopold wissen.
    "Vom Pfarrer", sagte Charlie. Ihm fiel nichts anderes ein. Das war natürlich das Verkehrteste, was man den Herdmanns erzählen konnte, wenn man wollte, daß sie wegblieben.

    Und -wie konnte es anders sein- schon am nächsten Sonntag waren sie da. Sie schlurften in die Kirche und hielten gespannt Ausschau nach den Süßigkeiten.
    "Wo gibt's den Kuchen?" fragte Ralf den Sonntagsschulpfarrer.
    Und Herr Greder sagte: "Mein Sohn, ich weiß nichts von einem Kuchen. Aber draußen in der Küche sammeln sie gerade die Essenspakete ein." Er meinte die Essensspenden, die wir jedes Jahr [am Erntedankfest] für das Waisenhaus stifteten.

    Es war unser Pech, daß die Herdmanns gerade diesen Sonntag erwischten, denn als sie all die Dosen mit Spaghetti, Bohnen, Erdnußbutter und Pampelmusensaft sahen, mußten sie annehmen, daß doch etwas wahres an dem war, was Charlie über die Süßigkeiten erzählt hatte.

    Also blieben sie. Zwar sangen sie keine Lieder mit und beteten auch nicht, aber dafür kamen sie zu etwas Geld. Ich sah jedenfalls, wie Eugenia eine Handvoll Münzen aus dem Kollektenteller nahm, als er an sie weitergereicht wurde.

    Am Ende dieses Vormittags kam Herr Greder in alle Klassen und machte eine Mitteilung. "Wir beginnen bald mit den Proben für unser Weihnachtskrippenspiel", sagte er. "Nächsten Sonntag nach dem Gottesdienst werden wir uns alle hinten im Gemeindesaal versammeln und festlegen, wer die Hauptrollen spielt."

    Am nächsten Sonntag:
    Nach der Kirche gingen wir in den Gemeindesaal, der hinter der Kirche lag. Drei Sonntagsschullehrer sollten für Ruhe sorgen. Es war gar nicht einfach, alle Kinder still zu halten.

    "Keine Angst, es wird nicht lange dauern", fing meine Mutter an. "Zuerst möchte ich euch etwas von den Proben erzählen", sagte Mutter. "Wir werden jeden Mittwoch [Abend] hier um halb sieben proben. Die Kleinen aus der Vorschule und die Erstkläßler werden unsere Engel sein. Das mögt ihr doch - oder?" fragte Mutter.
    Alle sagten ja. Was konnten sie auch anderes sagen!
    "Die älteren Jungen und Mädchen brauchen wir als Hirten, als Gäste in der Herberge und als Engelchor."

    Mutter zog die Sache wirklich im Blitztempo durch, und ich dachte, wie sich Frau Amstrong über all die Sachen aufregen würde, die [Mutter] einfach wegließ.

    "Und dann brauchen wir Maria und Josef, die drei Weisen aus dem Morgenland und den Engel des Herrn. Nun wir wissen alle, was für ein Mensch Maria war. Sie war ruhig und freundlich und gütig, und das Mädchen, das die Maria spielt, sollte versuchen ebenso zu sein. Ich werde erst einmal fragen, wer sich dafür meldet, und dann entscheiden wir alle zusammen, welches Mädchen die Rolle spielen soll."
    Die einzige, die diesmal die Hand hob, war - Eugenia Herdmann.
    "Hast du noch eine Frage, Eugenia?" fragte meine Mutter. Ich glaube, das war der einzige Grund, den sie sich vorstellen konnte, weshalb Eugenia sich meldete.
    "Nein", sagte Eugenia. "Ich will die Maria sein." Sie schaute über die Schulter nach hinten. "Und Ralf möchte der Josef sein."
    "Jawoll", sagte Ralf.
    Mutter starrte sie nur an. Es war wie in einem Kriminalfilm, wo die nette, kleine, alte, grauhaarige Dame einen doppelläufigen Revolver aus dem Handtäschen zieht, zum Bankbeamten sagt: "Rück den Zaster raus, aber dalli!" und man dasitzt und es einfach nicht glauben kann. Mutter konnte das hier nicht glauben.
    "Nun sagte", sagte sie nach einer Minute. "Wir wollen erst ganz sicher sein, daß jeder eine Chance bekommt. Wer meldet sich noch für den Josef?" - Niemand meldete sich.
    "Na gut", sagte Mutter. "Ralf wird unser Josef sein." Auch für die Weisen aus dem Morgenland meldete sich niemand außer Leopold, Klaus und Olli Herdmann.

    Da stand also meine Mutter und hatte ein Krippenspiel am Hals mit lauter Herdmanns in den Hauptrollen. Eine Herdmann und eine Hauptrolle waren noch übriggeblieben, und es bedurfte keiner besonderen Klugheit, sich auszurechnen, daß Hedwig den Verkündigungsengel spielen würde.


    Die erste Probe:
    Alle waren ruhig und setzten sich gleich hin, weil sie Angst hatten, es könnte ihnen sonst vielleicht entgehen, was die Herdmanns Schreckliches anstellen würden.

    Sie kamen zehn Minuten zu spät und schlenderten in den Raum wie eine Bande Geächteter, die vor hat einen Saloon leerzuschießen.

    Mutter sagte: "Hier kommt die Familie Herdmann. Wir freuen uns, euch alle hier zu sehn." (Das war sicher die dickste Lüge, die je in einer Kirche laut ausgesprochen wurde.) Eugenia lächelte - das Herdmänner-Lächeln, wie wir es nannten, dreckig und gemein -, und dann saßen sie da, fast Kriminelle in unseren Augen, und die sollten nun das Edelste und Schönste darstellen, das es gab.

    Mutter fing [nun] an, die Kinder in Hirten und Engel und Herbergsgäste einzuteilen, und schon gab es die ersten Schwierigkeiten.
    "Was ist eigentlich eine Herberge?" fragte Klaus.
    "So etwas ähnliches wie ein Hotel", erklärte ihm jemand. "Wo Leute übernachten können."
    "Was für Leute?" fragte Klaus. "Jesus?"
    "Wie ging's los?" schrie Eugenia meiner Mutter zu. "Fangen sie doch am Anfang an!"

    Die Sache war eben die, daß die Herdmanns nicht das geringste von der Weihnachtsgeschichte wußten. Sie wußten gerade noch, daß Weihnachten der Geburtstag Jesu war, aber alles andere war neu für sie.

    Und Mutter sagte, es sei wohl das Beste, zuerst einmal die Weihnachtsgeschichte vorzulesen.
    "...da machte sich auch Josef auf, daß er sich schätzen ließe, mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die gesegneten Leibes war..."
    "Schwanger", rief Ralf Herdmann.
    Das verursachte ziemliche Unruhe. Die größeren Kinder begannen zu kichern, und die kleineren wollten wissen, was denn so komisch war. Mutter mußte mit einem Zeigestock auf den Boden klopfen. "Genug, Ralf!" sagte sie und las weiter vor.
    "Was ist das?" fragten [die Herdmanns] immer, wenn sie einen Ausdruck nicht verstanden. Als Mutter vorlas, daß kein Platz in der Herberge war, fiel Eugenia die Kinnlade herunter, und sie sprang auf. "Verdammt!" sagte sie. "Nicht einmal für Jesus?"
    "Na ja, also..." [sagte] Mutter.
    "Wie hieß das, wo sie das Baby reingelegt haben?" fragte Leopold. "Diese Krippe ... ist das so'ne Art Bett?"
    "Das ist es ja gerade", sagte Mutter. "Sie hatten eben kein Bett im Stall. Also mußten Maria und Josef das nehmen, was sie dort vorfanden. Eine Krippe ist ein hölzerner Futtertrog für Tiere."
    "Was waren die Bindeln?" wollte Klaus wissen.
    "Die was?" fragte Mutter.
    "Sie haben doch vorgelesen: Sie wickelten ihn in Bindeln."
    "Windeln", seufzte Mutter. "Früher hat man die Babys fest in große Tücher eingewickelt. Die Babys fühlten sich dabei behaglich und geborgen. Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen", fuhr Mutter fort, "und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie, und..."
    "Batman!" schrie Hedwig, warf die Arme auseinander und ohrfeigte dabei das Kind neben ihr.
    "Wie bitte?" fragte Mutter. Mutter las nie Comic-Hefte.
    "Aus dem Dunkel der Nacht erschien Batman, der Rächer der Entrechteten..."
    "Ich weiß nicht, wovon du sprichst, Hedwig", sagte Mutter. "Das ist der Engel des Herrn, der zu den Hirten auf dem Feld kommt."
    "Aus dem Nichts?" fragte Hedwig. "Aus dem geheimnisvollen Dunkel der Nacht, ja?"
    "Na ja." Mutter sah etwas unglücklich aus. "Gewissermaßen."
    Hedwig setzte sich wieder hin und sah sehr zufrieden aus. So, als ob das endlich ein Teil der Weihnachtsgeschichte wäre, den sie verstand.

    Ich konnte die Herdmanns nicht verstehen. Man hätte denken können, die Weihnachtsgeschichte käme direkt aus den Polizeiakten des FBI, so gingen sie mit. Sie wünschten dem Herodes ein blutiges Ende, sorgten sich um Maria, die ihr Baby in einen Futtertrog legen mußte, und nannten die Heiligen Drei Könige eine Bande schmutziger Spione. Und als sie die Probe verließen diskutierten sie darüber, ob Josef die Herberge hätte anzünden oder ob er nur den Gastwirt über die Grenze hätte jagen sollen.

    Heiligabend:
    Mutter meinte, wenn alles vorbei wäre, würde sie irgendwohin gehen und sich verkriechen.

    "Wir sind nicht ein einziges Mal [bei den Proben] ganz durchgekommen", sagte sie. "Ich weiß überhaupt nicht, was passieren wird. Vielleicht wird es das erste Krippenspiel in der Geschichte, bei dem Josef und die Heiligen Drei Könige einen Boxkampf anfangen und Maria mit dem Kind wegläuft."

    Aber zunächst lief alles wie immer. Wie immer herrschte ein großes Durcheinander, aber alles beruhigte sich, und pünktlich um halb acht begann das Krippenspiel. Wir sangen zwei Verse von "Zu Bethlehem im Stalle", und dann sollten wir das Lied noch ein bißchen weitersummen, während Maria und Josef durch die Seitentür hereinkamen. Nur, sie kamen nicht. Also summten wir und summten, was sehr langweilig und schwierig ist, und nach kurzer Zeit klang es nicht mehr wie ein Lied, sondern eher wie ein alter Kühlschrank. Ich schätze wir hätten weitergesummt, bis wir schwarz geworden wären, aber es kam nicht so weit. Ralf und Eugenia traten auf. Eine Minute lang standen sie einfach da, als ob sie nicht sicher seien, daß sie am richtigen Ort waren. Das lag vielleicht an den Kerzen und den vielen Menschen in der Kirche. Sie sahen aus wie die Leute, die man manchmal in der Tagesschau sieht: Flüchtlinge, die irgendwo an einem fremden, kalten Ort wartend herumstehen, umgeben von Pappkartons und Säcken. - Plötzlich wurde mir klar, daß es der echten Heiligen Familie genauso ergangen sein muß, einquartiert in einem Stall, von Leuten, denen es egal war, was mit ihnen geschah. Sie konnten gar nicht besonders gepflegt und sauber ausgesehen haben. Sicher hatten sie eher so ausgesehen wie diese Maria und dieser Josef. (Eugenias Schleier hing schief wie gewöhnlich, und Ralfs Haare standen nach allen Seiten ab.) Eugenia hatte die Babypuppe bei sich, aber sie wiegte sie nicht in den Armen, wie man es gewohnt war. Sie hatte es über die Schulter gelegt, und bevor sie [die Puppe] in die Krippe legte, klopfte sie ihr zweimal auf den Rücken.

    Ich hörte Alice [Wendlaken] tief Luft holen. "Kannst du dir vorstellen, daß er Bauchweh hatte?" [fragte sie mich.] Ich sagte: "Warum denn nicht." Und ich konnte es mir wirklich vorstellen. Er konnte Bauchweh haben oder unruhig sein oder hungrig, genau wie jedes andere Baby auch. Das war es ja gerade: daß Jesus nicht auf einer Wolke heruntergekommen war wie eine Märchenfigur, sondern daß er richtig geboren wurde und als Mensch lebte.

    Als nächstes kam Hedwig hinter dem Engelchor hervor. Sie schubste die anderen aus dem Weg oder trat ihnen auf die Füße. Da Hedwig die einzige war, die in dem Krippenspiel etwas zu sagen hatte, nutzte sie das auch aus. "He! Euch ist ein Kind geboren!" schrie sie, und es klang wirklich wie die beste Botschaft der Welt. Alle Hirten zitterten und fürchteten sich - vor Hedwig natürlich, aber jedenfalls wirkte es gut.

    Danach hatten wir ein bißchen Ruhe, während die Jungen sangen "Wir sind die Drei Könige..." und die Zuschauer sich umdrehten, um den Auftritt der Heiligen Drei Könige nicht zu verpassen.

    "Was haben die denn da?" flüsterte Alice.

    Ich wußte es nicht. Aber was es auch war, es war jedenfalls schwer. Leopold ließ es fast fallen. Dafür hatte er das Gefäß mit Weihrauch nicht dabei, und Klaus und Olli hatten gar nichts in der Hand, obwohl sie Gold und Myrrhe mitbringen sollten. Leopold ließ den Schinken vor die Krippe fallen. Während wir sangen: "Gold und Weihrauch bringen wir", sollten sich die Heiligen Drei Könige miteinander unterhalten und dann jeder zu einer anderen Tür hinausgehen, damit klar würde, daß jeder einen anderen Weg nach Hause nahm. Aber die Herdmanns hatten das entweder vergessen oder sie wollten nicht, jedenfalls unterhielten sie sich nicht und gingen auch nicht. Sie saßen einfach da, und niemand konnte etwas dagegen unternehmen.

    "Sie verderben alles", flüsterte Alice. Aber sie taten es ganz und gar nicht. Es war wirklich viel sinnvoller, daß sich die Heiligen Drei Könige hinsetzten und ausruhten. Ich fand, daß die Herdmanns nichts verdarben, sondern im Gegenteil das Krippenspiel um vieles verbessert hatten, indem sie einfach das taten, was ihnen logisch erschien. Zum Beispiel, daß sie das Baby auf den Rücken klopften und einen Schinken für ein besseres Geschenk hielten als eine ganze Menge parfümierter Öle.

    Ich wünschte fast, das Krippenspiel ginge weiter, nur um zu sehen, was die Herdmanns noch alles anders machen würden. Vielleicht würden die Heiligen Drei Könige Maria von der Geschichte mit Herodes erzählen, und sie würde ihnen raten, daß sie zurückgehen und ihm das Blaue vom Himmel herunterlügen sollten. Oder Josef würde mit ihnen zurückgehen und ein für allemal Schluß mit Herodes machen. Ich war so damit beschäftigt, mir immer neue Möglichkeiten auszudenken, wie man das Baby Jesus retten konnte, daß ich den Anfang von "Stille Nacht, heilige Nacht" verpaßte. Aber es war nicht weiter schlimm, weil alle mitsangen, auch die Zuschauer. Wir sangen alle Strophen, und als wir zur Stelle kamen "Gottes Sohn, oh, wie lacht...", schaute ich zufällig zu Eugenia hinüber. Fast hätte ich mein Gesangbauch auf einen kleinen Engel fallen lassen.

    Jeder hatte die ganze Zeit darauf gewartet, daß die Herdmanns etwas absolut Unerwartetes tun würden. Und nun war es geschehen: - Eugenia Herdmann weinte. - Im Kerzenlicht glänzte ihr ganzes Gesicht vor Tränen, und sie machte nicht einmal den Versuch, sie wegzuwischen. Sie saß nur da - die schlimme, schreckliche Eugenia - und weinte und weinte und weinte. - Es war wirklich das beste Krippenspiel, das jemals aufgeführt wurde. Das sagte hinterher jeder, aber niemand schien zu wissen, warum es so war. Für mich war das merkwürdigste, daß ich jahrelang über das Wunder von Weihnachten und das Geheimnis von Jesu Geburt nachgedacht und es nie wirklich verstanden hatte. Aber jetzt, durch die Herdmanns, schien mir das alles nicht mehr so geheimnisvoll. Was mich betrifft, so wird Maria immer etwas von Eugenia Herdmann haben, ein bißchen unruhig und verwirrt, aber bereit, jeden zu verprügeln, der ihrem Baby zu nahe treten will. Und die Heiligen Drei Könige werden für mich Leopold und seine Brüder sein, mit einem Schinken in der Hand.

    Als wir an diesem Abend aus der Kirche kamen, war es kalt und klar. Der Schnee knirschte unter unseren Füßen, und die Sterne leuchteten hell, sehr hell. Und ich dachte an den Verkündigungsengel, an Hedwig mit ihren dünnen Beinen und ihren schmutzigen Stiefeln, die unter ihrem Kostüm vorschauten, an Hedwig, die uns allen zurief:



    "He, euch ist ein Kind geboren!"
    Ich wünsche Euch auch allem eine schöne und besinnliche Vorweihnachtszeit. Lasst es langsam angehen!
    Howdy!

  5. #5
    Forum Guru Avatar von Carolyn
    Registriert seit
    31.05.2003
    Beiträge
    10.723
    Danke
    0
    Bekam 0 mal "Danke" in 0 Postings
    Blog-Einträge
    11

    Standard

    Romi, diese Geschichte ist wunderschön. Und die "Moral" daraus ausgesprochen wahr.
    Ich weiß nicht, wer oder was ich bin. Ich weiß nur, dass ich tue, was ich tun muß, nicht mehr und nicht weniger.

    Zitat aus "Gildenhaus Thendara", Dritter Teil, Ende 3. Kapitel

  6. #6
    Jedi Ritter
    Registriert seit
    09.04.2003
    Ort
    Da wo einem der Duft von Lebkuchen und Bratwürschten um die Nase weht ;-)
    Beiträge
    3.705
    Danke
    0
    Bekam 0 mal "Danke" in 0 Postings

    Standard

    Mir gefällt die Geschichte davor noch besser! Da kenne ich den Autor nämlich persönlich!!! Zumindest onlinemäßig....

    Klasse, Erpi!!
    Howdy!

  7. #7
    Samurai
    Themenstarter

    Registriert seit
    21.05.2003
    Ort
    Cottbus
    Beiträge
    206
    Danke
    0
    Bekam 0 mal "Danke" in 0 Postings

    Standard

    Advent, Advent, ein Lichtlein brennt ...

    ... aber was bedeutet Adventszeit?

    Ich habe da mal ein wenig in diversen "Werken" nachgeblättert ...
    Da heißt es:
    Die Adventszeit ist die "Zeit der Ankunft Christi"
    welches aus dem lat. Adventus "Ankunft" entlehnt wurde, dieses wieder zu ad-venire "ankommen" gehört.

    Ja und dann ...

    ... seit dem 5. nachchristlichen Jahrhundert ist die Adventszeit schon als Zeit des Fastens und der Vorbereitung auf die Geburt Christi bezeugt. Ein Kirchenjahr beginnt mit dem ersten Advent, dem vierten Sonntag vor Weihnachten.
    Der Adventskalender und der Adventskranz sind für uns heute untrennbar mit der Adventszeit verbunden.
    Und woher ist der Adventskranz gekommen?
    Aus Hamburg, denn 1840 gab es dort den ersten Vorläufer.
    Angesichts großen Kinderelends hatte dort der evangelische Theologe J. Wichern das "Rauhe Haus" gegründet, worin er zahlreiche Kinder und Jugendliche betreute die allein und verwahrlost waren. Wichern zündete nun vom ersten bis zum 24. Dezember jeden Tag an einem wagenradgroßen und mit Zweigen geschmückten Holzgestell eine Kerze an.
    Der Adventskranz bürgerte sich somit auch zuerst in Norddeutschland ein, zu Zeiten des ersten Weltkrieges. Von dort aus verbreitete er sich um 1930 im ganzen deutschen Sprachraum.

    Alles klar?
    Euer Jogibär.
    Servus! Tschüß! Auf Wiedersehn
    Jogibär, der muß jetzt gehn!

  8. #8
    Forum Guru Avatar von Carolyn
    Registriert seit
    31.05.2003
    Beiträge
    10.723
    Danke
    0
    Bekam 0 mal "Danke" in 0 Postings
    Blog-Einträge
    11

    Standard

    Zitat Zitat von Romi
    Mir gefällt die Geschichte davor noch besser! Da kenne ich den Autor nämlich persönlich!!! Zumindest onlinemäßig....

    Klasse, Erpi!!
    He, die habe ich ja komplett übersehen? War wohl gestern doch noch mit den Gedanken auf Darkover.
    Wobei ... so ein verbuchselter Traum ist in der heutigen Zeit nicht mehr wirklich verwunderlich. Allzuviele Leute und vor allem Kinder wissen doch über Weihnachten nur noch, daß man da Geschenke kriegt. Und die bringt der Weihnachtsmann aus der Coca-Cola-Werbung. Nicht das Christkind oder evtl. noch der Nikolaus.
    Tja, soviel zur "Moral von der Geschicht'", die trotzdem wunderschön ist.
    Ich weiß nicht, wer oder was ich bin. Ich weiß nur, dass ich tue, was ich tun muß, nicht mehr und nicht weniger.

    Zitat aus "Gildenhaus Thendara", Dritter Teil, Ende 3. Kapitel

  9. #9
    Samurai
    Themenstarter

    Registriert seit
    21.05.2003
    Ort
    Cottbus
    Beiträge
    206
    Danke
    0
    Bekam 0 mal "Danke" in 0 Postings

    Standard ... noch 22 Tage

    ... nun, dies bedeutet für so manchen Stress und Hektik, denn vieles muß rangeschafft werden, damit reich beladen der Tisch am Weihnachtsbaum sich biegt.
    Ich denke, dies muß nicht sein.
    Aber da gibt es einen Spruch ...

    "Mit fremden Schätzen reich beladen ..."

    Kennt Ihr den?

    Es handelt sich ursprünglich bei dieser Wendung um zurückgekehrte Handelsschiffe des sogenannten Tyrannen von Samos.
    Ja und Schiller hat dies auch in Versform in seiner Ballade "Der Ring des Polykrates" verwendet.
    P.s. nie gelesen *gg*

    ... und heute

    In scherzhafter Verbindung wird das Zitat manchmal bezogen auf jemanden, der mit Tüten und Taschen schwer beladen vom Einkaufen oder mit Souvenirs bepackt von einer Reise zurückkommt.

    In diesem Sinne
    trotzdem Spaß beim Weihnachtseinkauf
    Euer Jogibär
    Servus! Tschüß! Auf Wiedersehn
    Jogibär, der muß jetzt gehn!

  10. #10
    Fortgeschrittene/r
    Registriert seit
    14.10.2003
    Ort
    Radekow
    Beiträge
    150
    Danke
    0
    Bekam 0 mal "Danke" in 0 Postings

    Standard

    Bei uns hat längst dieser Konsumzwang aufgehört.
    Man kann sich besinnen und der Verführung entziehen.
    Geschenke gibt es bei uns schon seit Jahren immer dann, wenn sie gebraucht werden.
    Das familiäre Beisammensein ist eines der wichtigsten Merkmale für diese Zeit geworden und nebenher genießen wir es, anderen, besonders Kindern bei der Vorfreude zuzuschauen.
    Aber Anregungen nehmen wir immer und gerne wahr.
    Kannst mich kennen lernen.
    Wo ?
    Hier:
    http://www.rainer-pick.de

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •